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| 12:32 Uhr

Bis 350 Leute erholen sich am Wochenende an der Eichholzer Straße

Horst Raspe hat seit 1986 seinen Kleingarten in der Anlage an der Eichholzer Straße – und fühlt sich sehr wohl hier.
Horst Raspe hat seit 1986 seinen Kleingarten in der Anlage an der Eichholzer Straße – und fühlt sich sehr wohl hier. FOTO: Dietmar Seidel
Finsterwalde. Im Finsterwalder Gartenverein „Eichholzer Strasse e. V.“ sind 181 Mitglieder organisiert. 162 davon versammelten sich unlängst im Saal der Gaststätte „Alt-Nauendorf“ zur Mitgliederversammlung und wählten den neuen Vorstand für die nächsten vier Jahre. Von Regina Schoppe

Manfred Rizzi leitete die Versammlung, Alterspräsident Günter Schütze gab den Rechenschaftsbericht: 40 Minuten Fakten und Zahlen aus den letzten vier Jahren Vorstandstätigkeit, gaben genügend Zündstoff für die Diskussion. Anschließend konnte Elgin Klein, Vereinsfinanzerin, eine positive Bilanz ziehen. Der Verein steht seit Jahren finanziell super da. Der Vorsitzende der Revisionskommission, Horst Raspe, bescheinigte dem Vorstand in seinem Bericht eine perfekte Arbeit. Er leistet seit Jahren Basisarbeit. Dadurch ist ein Vertrauensverhältnis gewachsen. Zu Ehrenmitgliedern wurden die Gartenfreunde einstimmig Helmut Döring, Gerhard Kämmler, Kurt Krulig, Rudolf Richter, Günter Schütze und Heinz Windisch gewählt. Übrigens wurden damit zum ersten Mal in der 21-jährigen Vereinsgeschichte Gartenfreunde zu Ehrenmitgliedern ernannt. Ehrenurkunde, Blumengutschein und Sachgeschenk und ein starker Beifall waren der Dank für die jahrelange ehrenamtliche Tätigkeit. Erhard Schubert erhielt die Ehrennadel des Landesverbandes und Manfred Rizzi wurde mit einem Sachgeschenk für seine vorbildliche Arbeit im Ehrenamt ausgezeichnet. Letzterer war es auch, der über Jahre jüngere Gartenfreunde für die Vereins- und Vorstandsarbeit begeisterte und herangezogen hat. Der Generationswechsel mit einer deutlichen Verjüngung des Vorstandes von 59,8 Jahren auf 48,6 Jahre war geplant und fand auch die Zustimmung der Vereinsmitglieder. Das Vertrauen für die nächsten vier Jahre erhielten die Gartenfreunde Werner Ballschmiede als Vorsitzender, Bernd Wilson als Stellvertreter, Elgin Klein als Finanzerin, Ursula Böhme als Fachberaterin, Mitgliederwesen, Ehrung sowie Uwe Noack als Technik- und Medienverantwortlicher. Eine starke Doppelspitze soll nun die Geschicke im Verein an der Eichholzer Strasse leiten. Seit Jahren als Kassenprüfer kampferprobt und zuverlässig, die Gartenfreunde Horst Raspe und Rita Rosch. Beide erhielten für weitere vier Jahre das Vertrauen. Nur zwei der acht Wegewarte, nämlich Brigitte Pischke und Claus Höhne, erhielten wieder das Vetrauen. Neu im Amt, auch hier ein planmäßiger Generationswechsel, sind: Holger Kupillas, Fritz Hoferichter, Bernd Bodemann, Jürgen Seidler, Rainer Spata und Viola Bläsche. Seit Jahren hat sich der Verein prächtig entwickelt. Die Gartenanlage besticht durch Sauberkeit. Die Gemeinschaftsleistungen wurden durch die Vereinsmitglieder zu den zentralen Abnahmeterminen stets erfüllt. Es gibt keinen Parzellenleerstand. Bei der Versammlung zeigte eine Gartenfreundin an, dass sie zum Jahresende ihre Datsche auf Grund eines Wohnortwechsels abgeben würde. Interessenten sollten schnell handeln und sich unter 8970 telefonisch melden. Ein kleiner 280 Quadratmeter großer Garten mit Bungalow, in sehr gutem Zustand, kann somit für Naturliebhaber vergeben werden. Kontrollen und Gartenbegehungen ergaben, dass alle 96 Parzellen die Richtlinien des Bundeskleingartengesetzes einhalten. Erstaunlich ist, mit wie viel Liebe die Gärten gestaltet sind. Viele Besucher der Sängerstadt kommen zum Spaziergang in die Gartenanlage, um sich an der Vielfalt der Blütenpracht zu erfreuen. Auch der gemütliche Teil kommt im Vereinsleben nicht zu kurz. Jährliche Vereinsfeste fördern das Gemeinschaftsleben. Höhepunkt dabei war die Festveranstaltung 2004 zum 20jährigen Jubiläum des Vereins. Man kann nur Lob zollen. Im Verein herrscht Ruhe, es gibt keinen Stress. Entspannung und Erholung stehen neben der gärtnerischen Nutzung im Vordergrund. Schon am 2. Dezember gibt es den nächsten Höhepunkt. Um 19 Uhr werden dann 44 interessierte Gartenfreunde in der Gaststätte "Alt-Nauendorf" ihre Köpfe zusammen stecken und ihre Ideen in einem Konzept 2006 bis 2010 bündeln. Es geht darum, wie eine weitere Niveauerhöhung unter Einbeziehung vieler Gartenfreunde erreicht werden kann. Diese Zusammenkünfte werden dann jährlich stattfinden. Immer mehr Kinder und Jugendliche fühlen sich in unserem Verein wohl. An gut besuchten Wochenenden sind etwa 350 Menschen in den Gärten. Das ist gut so und soll auch so bleiben.