Pfarrer Michael Wolf, seit mehr als zwanzig Jahren für den Sprengel zuständig, freute sich über den zahlreichen Besuch und stellte sein „schönes altes Kirchlein“ vor.
Die Kirche lockt die Gemeinde aus Betten und Lichterfeld zum Gottesdienst. Im kaum noch erkennbaren romanischen Stil einst erbaut, präsentiert sie sich jetzt architektonisch als gotischer Bau. Im Inneren hält die recht gut ausgestattete Kirche etliche Überraschungen bereit. Dazu gehört vor allem die sorgfältig originalgetreu restaurierte Deckenbemalung. Das Altarbild aus vorreformatorischer Zeit mit der Weihnachtsgeschichte und den zur Seite gestellten Bildnissen der eiligen Barbara und der heiligen Ursula zogen die Blicke auf sich wie das große Taufbecken. Platz genug, um die Neugeborenen ganz untertauchen zu können, so wie es zu Luthers Zeiten üblich war.
Michael Wolf erzählte von der abenteuerlichen Restaurierung der Kirchturmspitze 1989 und den anderen umfangreichen Restaurierungsmaßnahmen, die vor sechs Jahren abgeschlossen werden konnten. Dabei nahm allerdings die soundso schon lädierte Orgel irreparablen Schaden und wurde inzwischen durch eine neue, elektronische Orgel ersetzt. Ein kurzes Vorspiel durch Pfarrer Wolf ließ bei den meisten Besuchern den Eindruck entstehen, dass sich der Klang kaum von einer herkömmlichen Orgel unterscheidet. (jw)