Begehen Chefs und ihre Mitarbeiter noch gemeinsam besinnliche Feste in der Adventszeit? Die Stichprobe der LR unter den lokalen Unternehmen ergab: Ja! Bei allem Trubel gehört eine gemeinsame Weihnachtsfeier einfach dazu.

Erst Wichteln, dann Tanz bis in die Nacht

Für viele Mitarbeiter im Sanitätshaus Bauch ist die alljährliche Weihnachtsfeier einer der Höhepunkte des Jahres. Gemeinsam wird die Location ausgesucht, das Essen abgestimmt und über das Programm des Abends entschieden. „Uns ist es wichtig, dass die Mitarbeiter in die Organisation eingebunden werden und mitentscheiden können“, erklärt Yvonne Schäfer, eine der Teamleiterinnen im Unternehmen. Am Tag der Feier, die meistens an einem Freitag im Advent stattfindet, dürfen die Filialen dann etwas eher schließen. „Vielen haben einen weiteren Anreiseweg und sollen ja auch noch die Möglichkeit haben, sich für die Feier ein bisschen schick zu machen“, sagt Yvonne Schäfer. Etwa zwei Drittel der rund 70 Kollegen kommen jedes Jahr zusammen. Nach dem gemeinsamen Essen und Wichteln werde dann oft getanzt bis in die Nacht, und Arbeitsthemen dürfen gerne außen vor bleiben.

Party schweißt zusammen

Das gemütliche Beisammensein steht auch bei den Kollegen der Fleischerei Röhnert im Vordergrund. „Dieses Jahr treffen wir uns zum Brunch auf der Bowlingbahn“, sagt Mathias Röhnert. Dass man auch mal außerhalb der Arbeit zusammenfinde, schweiße die 30 Kollegen immer noch ein bisschen mehr zusammen, findet er. Schon allein deshalb sei ihm die jährliche Weihnachtsfeier wichtig. Und auch ein kleines Geschenk für die Mitarbeiter habe bereits Tradition. „Meistens gibt es etwas zum Anziehen. Ein Poloshirt, eine Weste oder eine Jacke. Etwas Praktisches eben“, erklärt Röhnert.

Weihnachtsfeier im Januar

Besonders für den Einzelhandel ist das Weihnachtsgeschäft immer eine turbulente Zeit. Das ist auch der Grund, warum das Team der Buchhandlung Mayer in Finsterwalde seine Weihnachtsfeier in den Januar verlegt. „In der Vorweihnachtszeit ist überall so viel Trubel, jeder hat privat genügend Termine. Da holen wir das lieber später nach“, sagt Torsten Mayer, einer der beiden Geschäftsführer. Bei fünf Mitarbeitern lasse sich auch ein Termin finden, an dem alle dabei sein können. Nach einem leckeren Essen gibt es dann auch immer eine kleine Bescherung. Über eine wertschätzende Aufmerksamkeit kann man sich schließlich auch nach Weihnachten noch freuen.