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Besucherströme im Sängerstadt-Gymnasium

Leser schreiben. Vorschulkinder wagen Blicke in den Schulalltag Interessantes aus der Clajus-Schule Herzberg: Traditionell öffneten Lehrer und Schüler der Grund- und Oberschule "Johannes Clajus" im Januar die Türen der Schule, um Einblick in den Schulalltag zu geben. Schon am Freitag, 13.

Besucherströme bevölkerten am ersten Januarsonnabend die Räumlichkeiten der beiden Gebäude des Sängerstadt-Gymnasiums.

Nicht nur Schüler der 6. und 4. Klassen, sondern auch "Ehemalige" staunten über das sanierte, saubere Gebäude mit moderner Technik, über die vielen Ideen von Schülern und Lehrern, über das Können von Musikern der Klassen 9 und Puppenspielern der Klasse 6. Die Leistungsprofilklasse 5 stellte ihre besonderen Möglichkeiten vor, die Vielfalt der Ganztagsbetreuung wurde veranschaulicht.

Während in der ersten Etage vorwiegend Englisch, Französisch und Russisch gesprochen wurde und zukünftige Schüler erste Schreibversuche unternahmen, ging es in den oberen Etagen - im Chemie- und Physik raum - vor allem "experimentell" zu. Ausprobieren war angesagt. Vom Lego-Roboter, Erdkundequiz, Skilagerimpressionen, Informationen zu den Kursfahrten der 12er bis hin zum Kuchen-Waffel oder Sandwichbüfett - für jeden war bestimmt etwas dabei. Während Schulleiter Eberhard Heise in der Aula viele Wissbegierige Eltern über die Ausbildungsprofile des Sängerstadt-Gymnasiums informierte, konnte die vorzüglich sanierte Räumlichkeit bestaunt werden.

Im anderen Schulgebäude, der ehemaligen ,,Inneren", informierten die Fachbereiche Deutsch und Kunst mit ihren Angeboten wie auch die Schulhomepage und konnte die denkmalgerechte Sanierung in Augenschein genommen werden.

Die zahlreichen Gespräche der Besucher mit Fachlehrern machte deutlich, dass es auch für das kommende Schuljahr zahlreiche Bewerbungen geben wird.

Mit dem Förster auf Spurensuche im Wald

Über einen Projekttag Wald und Wild an der Grundschule in Sallgast berichtet Klassenlehrerin K. Kaltschmidt:

Zu einer Pirsch durch den Sallgaster Wald wurden die Kinder der 2. Klasse der Grundschule Sallgast vom Förster Bernd Friedrich abgeholt. Gemeinsam wollten wir das Thema Wald und Wild erkunden. Herr Friedrich begrüßte uns mit seinem Jagdhorn. Nun hieß es Augen und Ohren auf, um Zeichen und Spuren des Wildes zu finden. Wir marschierten durch den Sallgaster Wald. Herr Friedrich hatte Stationen vorbereitet, wo alle ihr Wissen über die heimischen Tiere und Bäume anwenden konnten.

Nach einem anstrengenden Marsch durch den Wald erwartete uns am Wasserturm Sallgast ein Feuer, an dem wir uns wärmen konnten.

Das Mittagessen sollte es sogar im Wald geben! Das Wildfleisch schenkte uns der Jagdpächter Herr Lichtenberger aus Sallgast. Familie Paulisch, die Inhaber des Schlossparkrestaurants Sallgast, bereitete für uns daraus kostenlos ein leckeres Wildgulasch mit Nudeln zu. Auch unser Hausmeister Herr Bielefeld stand uns hilfreich zur Seite.

Vergnügliches und Volkstümliches zu lesen

Horst Paulick aus Elsterwerda hat sich den Bad Liebenwerdaer Heimatkalender angeschaut und schreibt:

Gerade noch zum Fest erschienen, inzwischen schon, wenn auch auf Umwegen, in die Hände zahlreicher wartender Interessenten gelangt - wird sie sicherlich mit Freude gelesen, die Nr. 62 des Heimatkalenders aus Bad Liebenwerda.

Ein weiteres Lesebuch der Art, ein Buch mit Geschichte und Geschichten aus dem Heimatgebiet. Wiederum mit einer großen Fülle unterschiedlichen Leseangebots. Das führt von Luther, und die ihm im Jubiläumsjahr hierzulande zuteil werdende Würdigung darf keinesfalls überraschen, über das Geschehen nach Ende des 2. Weltkrieges, über Persönlichkeiten, egal, ob bekannt oder bisher kaum, hin bis zur Jetztzeit, am Beispiel einer Bergmanns-Beerdigung. Dem Leser wird jede Menge geboten, und vielfach auch noch Neues oder bislang nicht richtig Wahrgenommenes. Den Autoren muss wieder Dank gezollt werden, besonders denen, die aus eigenem Ermessen zum Aufschreiben eigenen Erlebens gefunden haben. Eine Schatzgrube z.B. die "Werlitz"-Erinnerungen. Allein wegen der Art der Darstellung - in kurzen Sätzen, mit einfachen Worten, volkstümlich vielleicht gar, dargestellt. Auch "Der Fahrschüler" oder über Töpfermeister FF aus Hohenleipisch, Beiträge, vorzüglich zum Lesen geeignet. Beim Rezensenten noch begünstigt durch eigenes Miterleben. Ja, Luther, das ist 500 Jahre her, um so mehr Lob für die vorrangige Beachtung des Themas, auch mit geschickter Themenauswahl.

Territorial gut erfasst ist der Einzugsbereich der Schriftenreihe. Das reicht von Mühlberg über Mückenberg (Lauchhammer-West) bis zum heutigen Heidepark, wo mal Dutzende junger Menschen zur Ausbildung im damaligen Jagdhaus verbringen durften oder mussten. Höchst spannend zu lesen, wie, wovon und auch wofür man seinerzeit lebte. Manches so lebensecht geschildert, man könnte meinen, noch heute dabei zu sein. Begriffe wie "Kumpeltod" oder "Stalin-Bereifung" fallen sofort ein. Bei anderen kommt man doch ins Grübeln, inwieweit hier Dichtung und Wahrheit verbunden sind (z.B. Mühlberg Ende der 40er-Jahre oder Pfarrer Schulze). Dennoch, wissenswerte Information, Spannung und Unterhaltung haben sie allemal zu vermitteln.

Ob zukünftig weiterhin so viele Autoren mit beträchtlich langen Beiträgen vertreten sein müssen, müsste überdacht werden. Vielleicht böte sich auch eine Auszugs-Veröffentlichung an. Auf jeden Fall wird der jetzige Kalender sein Publikum finden. Der nächste garantiert auch.

Würdigung von 18 Ehrenamtlichen

Johanna Engelmann aus Wahrenbrück schreibt über die Ehrung von Ehrenamtlichen durch die SPD-Landtagsabgeordnete Barbara Hackenschmidt:

Was wäre unsere Gesellschaft ohne das ehrenamtliche Wirken der Menschen in den vielfältigen Bereichen? Um diese zu ehren, lud Barbara Hackenschmidt (SPD), Mitglied des Landtages Brandenburg; wie jedes Jahr die vorgeschlagenen Frauen und Männer und deren Begleitung im Dezember in "Zwiebels Grillhütte" nach Herzberg ein. Man spürte, dass es ihr, die sich neben ihrer Tätigkeit als MdL ehrenamtlich sehr engagiert, ein großes Bedürfnis war, den ehrenamtlich Tätigen für ihr selbstloses Wirken zu danken.

Geehrt wurden Menschen, die vom Arbeitslosenservice Finsterwalde, dem Heimatverein Dobra, dem Altenpflegeheim Herzberg, dem ehemaligen DRK Herzberg, dem Familienhilfeverein Finsterwalde, der RLS-SHG des Elbe-Elster-Kreises, der Selbsthilfegruppe Krebs Herzberg und der Seniorensportgruppe Tröbitz vorgeschlagen wurden. Der Vorschlag des Landfrauenvereins, einen Mann zu würdigen, löste doch etwas erstaunte Heiterkeit aus, die schnell in respektvolles Erstaunen überging, als Frau Hackenschmidt in ihrer Begründung betonte, dass dieser Mann auch noch von der Entwicklungsgesellschaft Energiepark-Lausitz nominiert wurde.

Jede zu ehrende Person hat Barbara Hackenschmidt voller Respekt mit sehr individuellen, einfühlsamen und warmherzigen Worten gewürdigt. Als Anerkennung erhielt jeder eine "Dankurkunde für beispielhaftes, bürgerliches Engagement …", die neben der Unterschrift von Frau Hackenschmidt sogar die des Ministerpräsidenten, Dietmar Woidke, trägt. Dazu überreichte sie jedem "Das Brandenbuch. Ein Land in Stichworten" (eine sehr interessante Darstellung des Landes Brandenburg), ein sehr schönes Notizbuch mit Stift, einen Weihnachtskaktus sowie den begehrten Luther-Pass.

Nachdem die Ehrung der 18 Ehrenamtler erfolgt war, gab es für alle nebst Begleitung ein Essen inklusive Begrüßungsgetränk. An dieser Stelle möchten wir ein ganz herzliches Dankeschön an Frau Hackenschmidt für die sehr gelungene Veranstaltung sagen.

Aber auch sie wurde überrascht, denn ihr Team des Bürgerbüros Finsterwalde hat mit einem Blumenpräsent und sehr lieben und anerkennenden Worten die umfangreiche ehrenamtliche Tätigkeit von Frau Hackenschmidt gewürdigt, worüber sie sich sehr gefreut hat. "Das Gute, das du tust, wird morgen vergessen sein. Tu es trotzdem." (Mutter Teresa)