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| 17:03 Uhr

Karneval in Finsterwalde
Besser geht’s nicht mehr beim MCE

 Mehr als 60 Prinzenpaare des MCE aus der Vergangenheit, die Finsterwalder Sänger und das amtierende Prinzenpaar nehmen beim Karnevalsgeburtstag in der Sängerstadt Aufstellung für ein Erinnerungsfoto.
Mehr als 60 Prinzenpaare des MCE aus der Vergangenheit, die Finsterwalder Sänger und das amtierende Prinzenpaar nehmen beim Karnevalsgeburtstag in der Sängerstadt Aufstellung für ein Erinnerungsfoto. FOTO: Stefan Heppe
Finsterwalde. 66 Jahre „Helau“ wurden in Finsterwalde am Wochenende mit einer Reise quer durch die USA gefeiert. Von Josephine Japke

Cowboys, Biker und Indianer stürmten am vergangenen Wochenende die Tanzflächen der Gaststätte „Alt Nauendorf“. Der Männerchor Einigkeit (MCE) hatte zur großen Festveranstaltung anlässlich des 66. Geburtstages gerufen und die Gäste ließen sich nicht zweimal bitten. „Das Alter macht uns nichts – der MCE auf der Route 66“ ist das passende Motto der Jubiläums-Saison.

„Von Walt Disney über Biker und Touristen ist in diesem Jahr alles möglich“, erklärt Elferrat-Präsident Thomas Freudenberg und verrät, dass er selbst noch nicht das Vergnügen hatte, auf der Route 66 den Mittleren Westen der USA unsicher zu machen. Dafür ist er schon seit mehr als 20 Jahren beim Karnevalsverein tätig und seit 16 Jahren dessen Vorsitzender. Ein Highlight jagte im Laufe der Zeit das nächste, weshalb es ihm schwer fällt, sich auf ein Lieblings-Thema festzulegen. „Jedes Jahr ist es wieder etwas Besonderes. Es gibt immer eine tolle Show, tollen Gesang und tolle Tänze“, sagt er. Mittlerweile habe der MCE „nur noch“ den Anspruch, das Niveau zu halten, weil eine Steigerung nicht mehr möglich sei.

Derzeit zählt der MEC etwa 150 Mitglieder im Alter von neun bis 85 Jahren. 100 von ihnen wirken beim Karneval mit. „Da sind nicht nur diejenigen, die auf der Bühne stehen, sondern auch die, die sich um Maske, Requisite, Licht und alles weitere kümmern“, sagt Freudenberg, der sich selbst weniger als kreativen und mehr als organisatorischen Kopf bezeichnet.

Emotionaler Höhepunkt am Samstag war der Auftritt ehemaliger Prinzenpaare aus den letzten 66 Jahren. Mehr als 60 Paare reisten an, die ältesten von ihnen 93 Jahre alt, die im Jahr 1961 die Krone auf hatten. Auch befreundete Karnevalsvereine sowie Bürgermeister Jörg Gampe folgten der Einladung des MCE. Insgesamt waren etwa 430 Zuschauer vor Ort.

„Die Stimmung war super. Viele der Gäste waren von der Örtlichkeit überrascht, weil wir in jedem Jahr viel Wert auf die Gestaltung des Gaststätte legen“, sagt Thomas Freudenberg. Schon seit dem 2. Januar hämmern, sägen und bauen sie den Saal nach ihren Wünschen um. Andere Vereine hingegen müssten mit Mehrzweckhallen Vorlieb nehmen, in denen sie nicht Hand anlegen dürfen. „Das Programm ist das Eine, die Bühne das Andere. Die Gestaltung ist auch unser kleines Aushängeschild“, sagt Freudenberg stolz.

Egal wie lange der Elferrat-Präsident schon dabei ist, die Aufregung vor großen Auftritten wird wohl nie vergehen. „Anspannung gehört dazu. Bevor ich auf die Bühne gehe, um meine Rede zu halten, muss ich mich sammeln und brauche meine Ruhe“, lacht er.

In den kommenden Wochen hat der MCE ein straffes Programm vor sich. Am 16. und 23. Februar sowie am 2. März finden unter anderem drei Veranstaltungen des Sängerkarnevals statt. Am 1. März werden die Senioren begeistert und am 4. März folgt die Abschlussveranstaltung am Rosenmontag.

Direkt im Anschluss beginnen dann die Vorbereitungen für die kommende Saison. „Auch in den nächsten Jahren wird es bei uns munter weitergehen. Im Karnevalsbereich haben wir viele Jugendliche, weitere brauchen wir in der Sängerabteilung. Wenn der Zuspruch für das, was wir machen, weiter so groß bleibt, können wir noch viele weitere Jubiläen feiern“, ist sich Thomas Freudenberg sicher.