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| 17:54 Uhr

Konzept für wasserseitige Nutzung beschlossen
Bergheider See – „Leuchtturm im Lausitzer Seenland“

Es werden noch zwei, drei Jahre ins Land gehen, bevor eine weiter entwickelte Infrastruktur eine offensive Werbung für das Baden und den Wassersport am Bergheider See möglich macht. Die Nachfrage nach Ferienhausgrundstücken ist schon jetzt groß.
Es werden noch zwei, drei Jahre ins Land gehen, bevor eine weiter entwickelte Infrastruktur eine offensive Werbung für das Baden und den Wassersport am Bergheider See möglich macht. Die Nachfrage nach Ferienhausgrundstücken ist schon jetzt groß. FOTO: Peter-Ratke / Peter_Radke
Lichterfeld-Schacksdorf. Der Kurs für die künftige Nutzung des 320 Hektar großen Bergheider Sees ist abgesteckt. Die Gemeindevertreter von Lichterfeld-Schacksdorf gaben dem vom Zweckverband Lausitzer Seenland in Auftrag gegebenen Konzept ihre Zustimmung. Von Gabi Böttcher

„Der Bergheider See ist ein Leuchtturm für das Lausitzer Seenland.“ Das sagt Matthias Wedepohl von der Project M GmbH aus Berlin, der das nun von den Gemeindevertretern bestätigte Positionspapier erarbeitet hat. Und er legt, befragt nach der Perspektive des Sees, noch eine Schippe drauf: „In zehn Jahren? Da steht der See bombig da. Er passt wunderbar ins Gesamtportfolio des Seenlandes und wird sich zu einem wunderbaren Angebotsbaustein entwickeln.“ Basis für diesen euphorischen Ausblick sind verschiedene Komponenten. Das Besucherbergwerk F 60, das als Top-Ausflugsziel im gesamten Seenland, ja in Brandenburg insgesamt gilt, lockt in jedem Jahr mehr als 65 000 Tagesbesucher an. Mit dem neu im Bergheider Hafen entstehenden schwimmenden autar­tec-Haus werde ein weiterer Anziehungspunkt hinzukommen. Was die Nutzung der Wasserfläche angeht, so habe man schnell Konsens mit allen Beteiligten erzielt, dass es Chaos bedeuten würde, hier alles zuzulassen. „Für Kite-Surfer ist der See schon länger ein Geheimtipp. Dafür gibt es tolle Bedingungen“, sagt Matthias Wedepohl. So wundert es nicht, dass das Nutzungskonzept im Kite-Surfen einen Angebots- und Profilierungsschwerpunkt sieht. Aufgrund des überwiegend herrschenden Westwindes sei es am Ostufer anzusiedeln. Später sei südlich angrenzend an die geplante Wohnbebauung ein spezieller Kite-Surf-Bereich mit Parkplatz und Sanitäranlage zu entwickeln.

Für den Lichterfeld-Schacksdorfer Bürgermeister Ditmar Gurk und Amtsdirektor Gottfried Richter, der für die Gemeinde Lichterfeld-Schacksdorf im Vorstand des Zweckverbandes Lausitzer Seenland agiert, ist die Abstimmung mit den Partnern im Seenland von gravierender Bedeutung. „Wir wollen mit dem Sport- und Eventsee die Jugend ansprechen. Und das in der Einheit mit dem Zeitgeist, der Wert auf eine ökologische, nachhaltige Nutzung des Sees legt“; sagt Gottfried Richter. Das passe auch in der Verbindung zum autartec-Haus, das in Kürze am See aufgebaut wird. Ditmar Gurk: „So wollen wir nur in Ausnahmefällen Motorboote auf dem See haben.“ Der Bergheider See will zum Baden, Segeln, Surfen und zur Nutzung durch muskelbetriebene Kleinboote einladen. Wasserski soll nur mit Hilfe einer künstlichen Zug­anlage möglich sein. Partyboote sollen auf dem Bergheider See nicht zugelassen werden.

In der Einheit eines Sport- und Event-Sees werden die Potenziale im Bereich der Übernachtungen vor allem im Kurzurlaub gesehen. Das unterscheide ihn dann eben deutlich vom Senftenberger See mit seinem Familienpark. Die bereits 2016 erarbeitete Studie zur strategischen Entwicklung des Sees und die jetzt beschlossenen Grundlinien der Nutzung der Wasserfläche dienen bei der Vermarktung der Ferienhausflächen am See als wichtige Grundlage. Bürgermeister Ditmar Gurk: „Das ist für jeden wichtig, der sich mit dem Gedanken trägt, hier ein Ferienhaus zu bauen.“

André Speri, Geschäftsführer der Immobilienverwaltungs- und Verwertungsgesellschaft Bergheider See mbH (IVVB): „Dafür, dass wir noch keine Vermarktungsaktivitäten gestartet haben, ist das Interesse schon sehr erfreulich. Fast ein Drittel der zur Verfügung stehenden rund 70 Grundstücke sind verkauft, ein weiteres Drittel ist reserviert.“ Noch ein bisschen Zukunftsmusik: Die See-Strategen der Lausitz peilen ein Hostel am Bergheider See an. Investoren können sich melden.