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| 10:55 Uhr

Marktschreier
Fischmarkt-Flair in der Sängerstadt

 Nicht zu überhören sind die Sprüche der Marktschreier vom Hamburger Fischmarkt von Freitag bis Sonntag wieder in der Sängerstadt Finsterwalde. Auch Wurst-Herby ist wieder vor Ort.
Nicht zu überhören sind die Sprüche der Marktschreier vom Hamburger Fischmarkt von Freitag bis Sonntag wieder in der Sängerstadt Finsterwalde. Auch Wurst-Herby ist wieder vor Ort. FOTO: Heike Lehmann
Finsterwalde. Die besten Marktschreier des Landes werden am kommenden Wochenende in der Finsterwalder Innenstadt ihre Waren lautstark anpreisen. Daneben ist ein Kulturprogramm für die ganze Familie geplant. Von Jenny Theiler

Auf dem Marktplatz der Sängerstadt wird es am kommenden Wochenende lustig, bunt und vor allem laut zugehen, wenn 23 Marktschreier aus ganz Deutschland ihre Waren anpreisen. Von Käse, Wurst und Obst über Kleidung, Süßigkeiten und Pflanzen, lässt das bunte Sortiment keine Wünsche offen. „Es geht uns vor allem darum die Innenstadt zu beleben“, sagt Thomas Hettwer von der Sparkasse Elbe-Elster. Die Veranstaltung „Hamburger Fischmarkt auf Tour“ wird in Kooperation mit dem Verein der Jungunternehmer, dem gemeinnützigen Verein „Lange Straße“ und der Sparkasse Elbe-Elster organisiert.

Die Veranstaltung ist in den vergangenen Jahren recht erfolgreich angenommen worden und habe sich sogar schon zu einer kleinen Tradition entwickelt. „Der Besuch der Marktschreier passt auch gut zur Maibaum-Tradition. Wenn der Frühling einzieht, sind sowieso mehr Menschen in der Stadt unterwegs“, findet Thomas Hettwer. Zudem habe die Veranstaltung auch in den vergangenen vier Jahren überregional weite Kreise gezogen und auch Besucher von weiter weg angelockt. „Wir sind zuversichtlich, dass auch in diesem Jahr wieder alles gut läuft und das Wetter mitspielt“, sagt Thomas Boxhorn vom Jungunternehmer-Verein.

Traditionsträchtige Profis mit kräftiger Stimme

Was im nordischen Hamburg zum Alltag gehört, schwappt für drei Tage in die Lausitz. Dabei geben sich mitunter echte Berühmtheiten wie Käse-Rudi, Knabber-Paul, Bananen-Fred und Wurst-Herby auf dem Marktplatz die Ehre. „Die Stammhändler sind aus dem Norden Deutschlands. Sie stammen aus Schaustellerfamilien, die diesen Beruf teilweise schon seit Generationen ausüben“, sagt Thomas Hettwer. Die Veranstalter wissen die traditionsträchtigen Profis mit den kräftigen Stimmen zu schätzen. Denn neben den „gnadenlos billigen“ Angeboten, die unterhaltsam an die Leute gebracht werden, erfahren die Besucher die ein oder andere Anekdote aus dem Leben eines Marktschreiers. So nahe kommen Händler und Kunden sich beim typischen Einkauf auf dem Wochenmarkt nicht. „Beim ersten Mal waren die Händler total baff, dass wir ihnen so viel Aufmerksamkeit gewidmet haben. Das kannten sie so bisher noch nicht“, erinnert sich Thomas Boxhorn. Aus diesem Grund kämen die Stammhändler jedes Jahr aufs Neue besonders gern in die Sängerstadt.

„Da auch in diesem Jahr wieder hohe Kosten auf uns zukommen, haben wir uns ein paar Einsparmaßnahmen überlegt, die aber der Qualität der Veranstaltung keinen Abbruch tun werden“, sagt Lutz Müller vom Verein Lange Straße. Anstatt großer Bühnen und kostspieliger Ton-Technik soll es drei Plätze, also kleinere Bühnen, bei der Veranstaltung geben, an denen regionale Künstler auftreten werden. Die Besucher können sich beim Flanieren durch die Innenstadt unter anderem auf die Weberknechte, Sunpipers und DJ „Horst die Flöte“ freuen. „Von dieser Aktion profitiert nicht nur der Veranstalter, sondern auch die Geschäfte, die Gastronomie und die Hotels. Denn die Händler übernachten ja auch in der Stadt“, betont Thomas Boxhorn.

Spendenaktion für die Restauration der Wasserturm-Nixe

Mit einem besonderen Anliegen richtet sich der Verein „Lange Straße“ an die Besucher: „Wir nutzen das Marktschreier-Wochenende für eine Spendenaktion für die Restauration der Wasserturm-Nixe“, sagt Vereinschef Lutz Müller. Zusammen mit der Mineralquellen Bad Liebenwerda GmbH hat sich der Verein eine besondere Aktion überlegt. „Spender, die zehn Euro geben, erhalten als Dankeschön eine Flasche Mineralwasser mit dem Aufdruck unseres Wasserturms. Das Wasser nennen wir zu Ehren der Nixe Spitzenwasser“, erklärt Lutz Müller.

 Nicht zu überhören sind die Sprüche der Marktschreier vom Hamburger Fischmarkt von Freitag bis Sonntag wieder in der Sängerstadt Finsterwalde. Auch Wurst-Herby ist wieder vor Ort.
Nicht zu überhören sind die Sprüche der Marktschreier vom Hamburger Fischmarkt von Freitag bis Sonntag wieder in der Sängerstadt Finsterwalde. Auch Wurst-Herby ist wieder vor Ort. FOTO: Heike Lehmann