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| 02:37 Uhr

Bei Sorno Pappeln für Heizwerk in Berlin geerntet

Bei Sorno sind zu Wochenbeginn mit dem Mähhäcksler MH 130 Pappeln geerntet worden.
Bei Sorno sind zu Wochenbeginn mit dem Mähhäcksler MH 130 Pappeln geerntet worden. FOTO: Böttcher
Sorno/Schraden. Im Februar dieses Jahres sind erstmals im Massener Gewerbegebiet Pappeln von der Kurzumtriebsplantage geerntet und die Holzhackschnitzel in das eigene Heizwerk in Massen geliefert worden. Gestern sind Pappeln von einem acht Hektar großen Schlag bei Sorno geerntet worden. Gabi Böttcher

Wie schon im Februar in Massen ist zu Beginn dieser Woche die Schradenholz UG als Erntedienstleister bei Sorno im Einsatz. Geschäftsführerin Susann Skalda (35) kontrolliert den zügigen Ernteverlauf. Sie geht davon aus, dass bis zum Dienstagabend alles abgeerntet ist. Der Ertrag von diesen acht Hektar wird zunächst in Sorno zwischengelagert, bevor die Reise ins Heizkraftwerk der Lausitz Energie Bergbau AG (Leag) nach Berlin geht. Zuverlässige Erntearbeit leistet erneut der vom Leibnitz-Institut für Agrartechnik in Potsdam eigens für Kurzumtriebsplantagen entwickelte Mähhäcksler MH 130, der von der Firma Schradenholz vertrieben wird. Susann Skalda lobt: "Es gibt keine andere Maschine, die gleichzeitig sägen und häckseln kann." Im zweiten Jahr sei das Gerät nun im Einsatz, und die dabei gesammelten Erfahrungen fließen in die Weiterentwicklung der Maschine ein.

Als Erntediensleister ist Schradenholz UG mit Sitz in Großthiemig deutschlandweit unterwegs. Von etwa 100 Hektar abzuerntender Fläche geht Susann Skalda insgesamt in dieser Saison aus. Das Anbaugebiet in Wainsdorf sei diesmal nicht dabei. Vier bis fünf Jahre benötigen die Pappeln zum Wachstum, bevor sie wieder erntereif sind. In Massen haben die Kollegen wie Lohndienstleister Steffen Thiemig aus Elsterwerda in diesem Winter wohl auch noch zu tun. In der nächsten Woche könnte es sogar nach Ungarn gehen. Über diesen Eisnatz wird in dieser Woche entschieden. Dann wird der Mähhäcksler auf einen Hänger geladen und ab geht es. Auch südlich von Berlin wird das Gerät zum Einsatz kommen.

Als Försterin und Holztechnologin ist Susann Skalda mit dem Verein Biomasse Schraden Praxispartner der BTU Cottbus-Senftenberg, die im Amt Kleine Elster wirtschaftliche und ökologische Potenziale der Agroforstwirtschaft untersucht. "Das Projekt wird bis 2019 fortgeführt", sagt Susann Skalda. Hier werden Ackerkulturen zusammen mit Bäumen und Sträuchern auf einer Bewirtschaftungsfläche angebaut und genutzt. Da diese Idee noch nicht bekannt genug und in der Praxis verankert ist, laden die Partner Biomasse Schraden und BTU Cottbus-Senftenberg am 30. November und 1. Dezember, zum 5. Forum Agroforstsysteme ein.

Auf umweltfreundliche Weise Energie zu erzeugen, passt zu den jetzt bekannt gewordenen Zielen des Klimaschutzplanes 2015 der Bundesregierung. Danach soll der Anteil des Ökostroms bis zum Jahr 2030 auf 70 Prozent gesteigert werden.

Erneuerbare Energien haben derzeit einen Anteil von rund 35 Prozent am deutschen Strommix.

5. Forum Agroforstsysteme "Bäume in der Land(wirt)schaft - von der Theorie in die Praxis",30. November und 1. Dezember, "Kaiserkrone", Brieske,

www-agroforst-info.de