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Bei den Cemani aus Indonesien ist wirklich alles schwarz

Marko Militzer mit Tochter Emma und dem Vereinsvorsitzenden Bernd Höhne (v.l.). Sie präsenteiren ein indonesisches Cemani (l.) und einen kleinen Hahn, der zu den Seidenhühnern gehört.
Marko Militzer mit Tochter Emma und dem Vereinsvorsitzenden Bernd Höhne (v.l.). Sie präsenteiren ein indonesisches Cemani (l.) und einen kleinen Hahn, der zu den Seidenhühnern gehört. FOTO: Torsten Pötzsch/top1
Sonnewalde. Im Herbst jeden Jahres zeigen die zahlreichen Züchter der Region, was über den Sommer in ihren Ställen und Volieren herangewachsen ist. So auch die Kleintierzüchter des KTZV Blau-Gelb 62 Sonnewalde. Torsten Pötzsch/top1

Ab heute und bis zum Sonntag laden sie zu ihrer schon traditionellen Kleintierschau ein. Ort des Geschehens ist nicht, wie in den vergangenen Jahrzehnten, die alte Kutschenkammer im Schloss, sondern die Halle hinter Höhnes Landmarkt in der Kirchhainer Straße.

Bereits im vergangenen Jahr präsentierte man dort seine Zuchterfolge. Vereinsvorsitzender Bernd Höhne: "Das kam alles sehr gut an, stieß auf großes Interesse und wir hatten tendenziell sogar mehr Besucher." Und noch ein Aspekt spricht für den neuen Ausstellungsort. "Für uns steht das Tierwohl an erster Stelle und hier sind die Bedingungen für die Tiere einfach besser. Außerdem können wir hier unser Vereinsleben viel besser präsentieren. Wir waren im vorigen Jahr sehr zufrieden und hoffen auf eine ähnliche Resonanz."

Und so entstand aus der Not eine Tugend. Trotzdem machen sich die Züchter um Bernd Höhne jedes Jahr neue Gedanken, wie sie ihre Schau noch besser gestalten können, für noch mehr Interesse sorgen können. Wie viele andere Vereine dieser Art leiden die Kleintierzüchter sehr unter Nachwuchsmangel. Nicht bei den Tieren, da klappt es hervorragend. Es wird nur immer schwieriger, junge Leute für diese interessante Freizeitgestaltung zu gewinnen. Da sieht man es schon als großen Erfolg, dass man über den Sommer drei neue, junge Mitglieder aufnehmen konnte, so die elfjährige Emma Militzer. Sie ist gleich mit einigen wirklichen Exoten am Start. Cemani heißt ihre Rasse, die ihren Ursprung in Indonesien hat und bei der wirklich alles komplett schwarz ist, sogar das Fleisch. Ihr Vater Marko Militzer, Schriftführer im Verein, "infizierte" die Tochter mit dem "Züchtervirus". Beide besorgten übers Internet die ersten Cemani-Eier. Man darf gespannt sein, was daraus schlüpfte und aufwuchs. Und auch der Vereinsvorsitzende wartet mit ein paar Exoten auf. Erstmalig präsentiert er seine Zuchterfolge bei den Seidenhühnern. Die werden den Kindern besonders gefallen, sind sie doch sehr klein und flauschig und ihr Federkleid ähnelt eher einem weichen Fell.

Beim Geflügel wird es etwa 200 Tiere zu sehen geben, hinzu kommen etwa 120 Kaninchen. Eine stattliche Zahl mit durchaus repräsentativem Charakter.

Um 16 Uhr öffnen am heutigen Freitag die Türen zur Schau. Wer sich ein paar Tipps zur Zucht holen möchte, der sollte bis etwa 18 Uhr bleiben, denn dann werden die Vereinsmeister 2016 gekürt.

Freitag bis Sonntag, Kleintierschau in Sonnewalde, Halle hinter Höhnes Landmarkt, Kirchhainer Straße.