Der Hortneubau in Doberlug-Kirchhain ist vom Grundsatz her beschlossene Sache. In Modulbauweise soll ein neuer Hort direkt auf dem Gelände der Berg-Grundschule, einzige staatliche Grundschule der Kloster- und Gerberstadt, entstehen und Kindern wie Erziehern bessere Bedingungen bieten. Ein Satzungsbeschluss, um Baurecht an dieser Stelle herzustellen, muss aber noch aufgeschoben werden.

Auf dem Baugelände müssen Eidechsen gezählt werden

Wie das Bauamt in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung erklärte, seien Hinweise von der unteren Naturschutzbehörde zu berücksichtigen. Zwar habe man mit Genehmigung bereits die erforderlichen Abholzungen durchführen können, wie Fachbereichsleiterin Kerstin Stahl sagte, aber vermutet werden an dieser Stelle Eidechsenhabitate. Kerstin Stahl: „Hierzu ist eine Zählung notwendig. Das geht aber frühestens im April.“

Gleichzeitig hatte sie angekündigt, dass das kreisliche Bauordnungsamt gegenüber dem Bauvorhaben an dieser Stelle positiv gesinnt sei. „Wir sind auf richtigem Weg“, versicherte sie vor den Stadtverordneten.

Auch die Archäologen müssen das Gelände prüfen

Für ein freies Baufeld ist in den nächsten Wochen die Stubbenrodung notwendig. Dem vorausgehen muss eine archäologische Begleitung. „Dafür holen wir momentan die Angebote ein“, sagt Kerstin Stahl. Auch wenn es sich um „sensibles Gebiet“ handele, gehe man nicht von einer großartiges zeitlichen Verzögerung dadurch aus.

Für den Prozess der Ausschreibung, die Planungsphase und die Bauleistungen zur schlüsselfertigen Errichtung eines Hortes wurde beschlossen, externe Beratungsleistungen zu vergeben. „Das Bau- und das Liegenschaftsamt schaffen das nicht allein. Und so sind wir auf der sicheren Seite“, hieß es als Begründung.