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Bauern sollen ihre Pferde verkaufen

16. April 1915. Die deutsche Heeresverwaltung war ständig auf der Suche nach Pferden für den Einsatz im Krieg. Der königliche Landrat wandte sich über die Regionalzeitungen persönlich an die Pferdebesitzer des Kreises, ihre Tiere für den Kriegseinsatz zu verkaufen. owr1

Falls nicht genug Pferde zusammenkämen, drohte er mit einer allgemeinen Aushebung und den damit verbundenen "unvermeidlichen Härten".

Gleichzeitig bot die Landwirtschaftskammer in der Zeitung den Bauern die Vermittlung von Pferden aus dem besetzten Belgien an. Vermutlich handelte es sich um beschlagnahmte, für einen militärischen Einsatz untaugliche Tiere.