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| 17:02 Uhr

Antwort der Landesregierung unbefriedigend
Bahnhofsgebäude bleibt Sorgenkind

Das Bahnhofsgebäude in Doberlug-Kirchhain.
Das Bahnhofsgebäude in Doberlug-Kirchhain. FOTO: Heike Lehmann
Doberlug-Kirchhain. Das Land Brandenburg grenzt Fördermöglichkeiten für Doberlug-Kirchhain ein.

Das weitestgehend ungenutzte Bahnhofsgebäude gehört seit 2013 der Stadt und bleibt ein dickes Brett, das zu bohren ist. Das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung Luckau hatte die Förderung einer Nutzungskonzeption abgelehnt. Auch eine Kleine Anfrage des CDU-Landtagsabgeordneten Rainer Genilke an die Landesregierung ändert daran nichts. Die Infrastrukturministerin begründet, dass „der Bezug zu einer Gesamt­strategie des Landkreises Elbe-Elster“ fehle. Aber gleichzeitig wird der Bahnhof Doberlug-Kirchhain für den Regional- und Fernverkehr „als wichtiger Kreuzungs- und Umsteigebahnhof an der Ausbaustrecke Berlin – Dresden und der Regionalbahnstrecke Falkenberg/Elster – Cottbus eingestuft. Mit Stadtumbaustrategie, die die Stadt noch erarbeiten müsste, und Integriertem Stadtentwicklungskonzept, gäbe es unter Umständen eine Chance über das Bund-Länder-Programm Stadtumbau, heißt es.

Rainer Genilke sagt enttäuscht: „Da macht es sich die Landesregierung sehr einfach. Wenn der Bahnhof wichtig für den Regional- und Fernverkehr ist, dann erwarte ich klare Förderungen der Stadt und nicht den Verweis auf Prüfungen oder mögliche andere Mittelgeber. Die Landesregierung ist Dienstleister für unsere Kommunen und nicht Glaskugelleser.“ Der CDU-Fraktionschef der Stadtverordnetenversammlung Thomas Boxhorn leitet aus der Antwort der Landesregierung schon die komplette Ablehnung der Förderung einer Sanierung am Bahnhof Doberlug-Kirchhain ab.

„Das Gebäude bietet etwa 356 Quadratmeter Nutzfläche“, hatte Annemarie Bohnenstengel von der Stadtverwaltung kürzlich den Ausschuss für Infrastruktur und Wirtschaft informiert. 2015 wurde der Bahnhof in den Stadt-Umland-Wettbewerb aufgenommen, 2016 ein Aufmaß erstellt, 2017 die Leaderförderung für das Nutzungskonzept beantragt. Verpflichtungen gegenüber und Überschneidungen mit der Bahn erschweren Lösungswege. Tenor im Infrastrukturausschuss war, nichts übers Knie zu brechen.

(leh)