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| 15:48 Uhr

Bahn erwägt Tunnelbau auf Finsterwalder Bahnhof

Die Bahnsteige werden umgebaut – die Frage ist, wie. Foto: Dieter Babbe
Die Bahnsteige werden umgebaut – die Frage ist, wie. Foto: Dieter Babbe FOTO: Dieter Babbe
Finsterwalde. Die Bahn zeigt sich beim geplanten Umbau des Finsterwalder Bahnhofes kompromissbereit. Das teilte Bürgermeister Jörg Gampe nach jüngsten Gesprächen mit Vertretern einzelner Unternehmen der Deutschen Bahn mit. –db-

Danach wird erwogen, bei der Neugestaltung der Bahnsteige - entgegen erster Pläne - doch eine Tunnelverbindung mit Fahrstuhl zwischen den Bahnsteigen 1 und 2 herzustellen.

Geplant war zunächst ein ebenerdiger Übergang zu den Bahnsteigen, der weitab vom Bahnhofsgebäude in Richtung großer Unterführung liegen sollte. Für Bahnreisende wären damit beim Ein- bzw. Ausstieg Wege von 200 bis zu 400 Metern verbunden, um vom Zug bis vors Bahnhofsgebäude oder umgekehrt zu gelangen. Den Bahnhof weiter zu nutzen, schließt die Bahn künftig aus - dem Gebäude droht der Verfall. Um das zu verhindern, bietet sie ihn der Stadt zum Kauf an.

Doch im Rathaus hat man Verhandlungen zum Erwerb des denkmalgeschützten Bauwerkes von Korrekturen an den Plänen zum Umbau der Bahnsteige abhängig gemacht und verlangt, die beiden Bahnsteige entweder über eine Brücke oder mit einem Tunnel zu verbinden. Laut Gampe will die Bahn jetzt ihre Planungsunterlagen konkretisieren, für das Verkaufsangebot soll ein Wertgutachten erarbeitet werden. "Wenn das vorliegt, werden wir mit den Stadtverordneten diskutieren, wie wir weiter verfahren und wie der Bahnhof genutzt werden könnte", so der Bürgermeister. Sollte die Stadt den Bahnhof kaufen, wird auch eine Nutzung durch Dritte nicht ausgeschlossen. In einigen anderen Städten gibt es bereits positive Beispiele, so in Lübbenau und in Ortrand.