| 17:40 Uhr

Reaktion
„Neiddebatte führt nur zu Pendlern 2. Klasse“

Finsterwalde. Der CDU-Landtagsabgeordnete Rainer Genilke reagiert auf die Kritik einer Elsterwerdaer Pendlerin.

Die am Mittwoch veröffentlichte Position von Sabine Müller aus Elsterwerda, seit 25 Jahren Berufspendlerin nach Berlin, zu einer möglichen Direktverbindung im Jahr 2022 von Finsterwalde nach Berlin ist dem CDU-Landtagsabgeordneten Rainer Genilke zufolge „eine Abfolge von Unkenntnis“. Nicht er als verkehrspolitischer Sprecher seiner Fraktion richte diese Verbindung ab 2022 wieder ein, sondern die Landesregierung in Brandenburg. Sie werde auch nicht, wie Sabine Müller schreibt, mit Steuermitteln des Landes, sondern mit Regionalisierungsmitteln des Bundes bezahlt.

„Unerträglich“ sei es, so der Abgeordnete, „wie die Verfasserin die Pendler in EE spaltet.“ Dass es keine Einsteiger von Finsterwalde in Richtung Berlin gäbe, sei „falsch und schlichtweg anmaßend“. Rainer Genilke könne „nicht am Morgen feststellen, dass es in Finsterwalde weniger Pendler gibt als in Elsterwerda“.

Auch werde es nicht weniger Verbindungen aus Elsterwerda nach Berlin geben. Der neu einzuführende IC aus Dresden- Rostock werde in Elsterwerda und Doberlug-Kirchhain halten. „Es wird also eine stündliche Verbindung nach Berlin geben. Der heutige stündliche RE wäre also ohnehin  zu Gunsten des IC weggefallen“, so der Abgeordnete. Völlig unverständlich sei die Aussage von Frau Müller, „dass eine Direktverbindung von Finsterwalde nach Berlin dem Süden Brandenburgs schaden würde. Auch Finsterwalde ist der Süden Brandenburgs (...)“, schreibt er.  Was allerdings schade, sei „ein eindimensionales und spalterisches Betrachten der Realitäten in Elbe- Elster“.

Wenn eine Leserin keinerlei Verschlechterungen auf ihrem Fahrweg nach Berlin haben werde und die gesamte Sängerstadtregion für nicht relevant für ähnliche Fahrtzeiten nach Berlin geeignet sehe, dann sei das eine sehr kurzsichtige und egoistische Sichtweise auf viele Pendler und Reisende. Rainer Genilke: „Dabei wäre hier ein Schulterschluss das richtige Signal und nicht die vorgenommene haltlose Neiddebatte.“

((red/fc))