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Bahn baut neue Brücken ab 2025

Doberlug-Kirchhain. Die eine Baumaßnahme der Deutschen Bahn ist noch nicht abgeschlossen, da kündigt sich bereits die nächste längerfristige Sperrung an, die Einschränkungen und Belastungen für die Einwohner bringen wird. Derzeit wird unter Vollsperrung die Strecke Berlin-Dresden für bis zu 200 km/h ertüchtigt. Heike Lehmann

Ab 2025 will die Bahn in der 2. Baustufe dann die Bahnsteige und die innerstädtischen Eisenbahnunterführungen an der Cottbuser Straße, der Finsterwalder Straße, der Südstraße und der Umgehungsstraße L 60 erneuern.

Sowohl im Fachausschuss für Infrastruktur und Wirtschaft als auch am Dienstagabend im Haupt- und Finanzausschuss haben die Pläne der Bahn viel Raum eingenommen. "Die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung und parlamentarische Befassung hinsichtlich der Trassenführungen ist eine neue Strategie", erklärten Bahnvertreter im Infrastrukturausschuss. Ziel seien verbindliche Planungsvereinbarungen für die einzelnen Bauwerke. "Wir sind froh, dass die Brücken erneuert werden, aber wann ist die Kommune mit im Boot?", hinterfragte Ausschussvorsitzender Frank Eichstädt (CDU). Antwort: Wenn die Stadt die Brücken abweichend von ihrer jetzigen Form und Größe haben möchte, könne sie ihre Vorstellungen einbringen, muss ihre Sonderwünsche aber selbst finanzieren.

Im Falle der Überführung in der Cottbuser Straße wird ein geänderter Kreuzungswinkel zur besseren Straßenführung wohl kostenneutral für die Stadt möglich sein, so jedenfalls deuteten es die Bahnvertreter an. Die Geometrie der Brücke und deren lichte Höhe könne aus städtischer Sicht unverändert bleiben. Auch für die Südstraße und die Umgehungsstraße meldet die Stadt keine Sonderwünsche an.

Anders sieht das beim Nadelöhr Eisenbahnüberführung in der Finsterwalder Straße aus. Hier will die Stadt die Chance auf eine bessere Verkehrsführung nutzen, um unter anderem den Schulweg zur Berg-Grundschule sicherer zu machen. Das heißt: Die lichte Weite der Brücke soll von 5,48 Meter auf 8 Meter vergrößert werden. Es soll ein einseitiger 2,50 Meter breiter Geh-/Radweg sowie ein 0,50 Meter breiter Sicherheitsstreifen errichtet werden. Die Fahrbahnbreite würde sich auf 5 Meter vergrößern. Die lichte Höhe der Brücke von derzeit 3,65 Meter bliebe unverändert.

Natürlich interessiert vor einer Planungsvereinbarung für die Finsterwalder Straße die finanzielle Auswirkung für die Stadt. Hieß es im Infrastrukturausschuss noch, dass der Kostenanteil bei bis zu 200 000 Euro liegen würde, informierte Bürgermeister Bodo Broszinski (FDP) am Dienstagabend über eine tagesaktuelle "neue Kostenermittlung" der Bahn, wonach auf die Stadt 394 000 Euro zukämen - Dynamisierung der Baukosten bis 2025 eingerechnet.

Am 11. Oktober wird in der Sitzung der Stadtverordneten über den Abschluss der Planungsvereinbarungen entschieden.