Dieses Wetter schreit nach einer Abkühlung. Bei Temperaturen über 30 Grad kann es eigentlich nur eine Lösung geben: der Weg ins Freibad oder an den Badesee. Doch während Freibäder gechlort werden, damit ihre Wasserqualität für Badegäste angemessen ist, ist das bei Badeseen kein Thema. Vor allem in der zweiten Hälfte des Sommers kann es hier nach anhaltender Hitze zu Blaualgenbefällen kommen.
Wie steht es um die Badegewässer in Elbe-Elster? Fordert die Hitze hier bereits ihren Tribut? Wo kann noch unbeschadet geplantscht werden?

Ausgezeichnete Wasserqualität in Elbe-Elster

Wie der Landkreis Elbe-Elster mitteilt, werden kreisweit insgesamt sechs Badestellen beprobt: der Hauptteich Bad Erna, der Badesee Rückersdorf, das Waldbad Zeischa, der Grünewalder Lauch mit dem Strandbereich Gorden, der „Kiebitz“ Falkenberg und der „Airforce Beach“ in Brandis. Gute Neuigkeiten für Badegäste: „Allen Seen wird ausgezeichnete Badewasserqualität bescheinigt, es wurden kein Blaualgenbefall festgestellt“, so Kreissprecher Torsten Hoffgaard.
Zuletzt seien die Seen in der 30. Kalenderwoche beprobt worden (25. bis 31. Juli). Wie vom Landkreis weiterhin zu erfahren war, erfolge die Probeentnahme während der Badesaison vom 15. Mai bis 15. September alle vier Wochen.

Cyanobakterien verursachen Übelkeit und Durchfall

Bei Auftreten der sogenannten Cyanobakterien können Seen schon mal für den Badebetrieb gesperrt werden. Grund dafür ist, dass die Blaualgen Toxine bilden, welche beim Verschlucken Übelkeit, Erbrechen und Durchfall hervorrufen können. Laut Angaben des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz, seien vor allen Dingen Kleinkinder und Kinder im Grundschulalter gefährdet. Auch Hautreizungen und allergische Reaktionen können auftreten.
Färbung und Trübung des Wassers können Anzeichen für einen Blaualgenbefall sein. Auch Flockenbildung und Schlierenbildung können darauf hindeuten. Vom Ministerium gibt eine klare Faustregel zum Baden: „Bei knietiefem Wasser sollte man noch die Füße sehen.“