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| 18:45 Uhr

Tolle Willkommensideen in Elbe-Elster
Mit viel Herz: süße Präsente für süße Racker

Marika Lagenstein mit Baby Emilia und dem Finsterwalder Babypräsent.
Marika Lagenstein mit Baby Emilia und dem Finsterwalder Babypräsent. FOTO: LR / Frank Claus
Elbe-Elster. Unser Baby ist da! Darüber freuen sich nicht nur Eltern, Großeltern und Bekannte. Auch viele Kommunen begrüßen die neuen, kleinen Erdenbürger.

Darüber haben sich Marika und Sascha Lagenstein aus Finsterwalde wirklich gefreut. Dass die Stadt Finsterwalde uns so lieb zur Geburt unserer Tochter gratuliert, fanden wir „richtig süß“, wie Marika sagt. Schon die handschriftlichen Zeilen „Ein Finsterwalder von Kopf bis Fuß“ auf dem Päckchen hätten ihnen gezeigt, dass das nicht etwa so eine Nullachtfünfzehn-Standardsache ist. Dazu die niedlichen Söckchen, die von Omis der Stadt gestrickt werden, Lätzchen und Mützchen mit niedlichen Aufschriften, die netten Zeilen des Bürgermeisters mit persönlicher Anrede von Eltern und Kind, die Gutscheine für Babyschwimmen, Sauna und einen Drogeriemarkt – „das hat was!“, sagen sie.

Auch in anderen Orten ist  dieser nette Gruß üblich. Seit der 825-Jahrfeier in Herzberg 2009 hat die Stadt ein besonderes Maskottchen – den Hirsch Hansi als Plüschtier. Jeder neue Erdenbürger bekommt den kleinen Hirsch als Begrüßungsgeschenk der Stadt. „Wenn die Eltern die Geburtsurkunde im Standesamt abholen, wird ihnen das Plüschtier für den Nachwuchs überreicht“, sagt die stellvertretende Bürgermeisterin Gabi Lang.

Auch die Stadt Schönewalde begrüßt ihre neuen Erdenbürger mit einem Geschenk. „Der Bürgermeister gratuliert den jungen Eltern auf einer Glückwunschkarte und dann erhalten sie noch ein Lätzchen in gelber Farbe mit dem grünen Schönewalder Stadtwappen. Das schicken wir ihnen zu und die meisten freuen sich darüber“, sagt Nadin Schenk von der Stadtverwaltung.

Im Amt Elsterland gibt es dank mehrerer Sponsoren gut bestückte Begrüßungspakete für jedes Neugeborene. Die Regie liegt beim Mehrgenerationenhaus in Rückersdorf. Darin enthalten sind Gutscheine fürs Babyschwimmen und die Babysauna im Freizeitbad Lauchhammer, Schwimmwindeln und weitere Coupons von einer Drogerie der Region, ein Buch, ein Päckchen mit Babyutensilien vom Nuckelfläschchen bis zum Tee von der Gertruden-Apotheke in Doberlug-Kirchhain und immer etwas liebevoll Selbstgemachtes von der Kreativgruppe des Mehrgenerationenhauses, „Kuscheltier, Söckchen oder Mützchen“, so Franziska George, die Leiterin der Einrichtung.

In der Gemeinde Schönborn bekommen junge Familien mit Neugeborenen neben Produkten des täglichen Bedarfs einen Gutschein für einen kostenfreien Monat in der Kita „Villa Kunterbunt“ sowie ein Namens-Lätzchen mit Ortswappen für das Baby. Beziehen junge Familien auch noch eine bestimmte kommunale Wohnung, kann das Kinderzimmer bis zu drei Jahre mietfrei sein.

In Uebigau erhalten die Neugeborenen und deren Eltern Besuch vom Ortsvorsteher Ulrich Jachmann und von Dr. Dagmar Mangold-König. Im „Gepäck“ haben dann beide eine Karte mit Glückwünschen zur Geburt, selbst gestrickte Söckchen von der Frauengruppe und einen 50 Euro-Geldgutschein.

Wenn hingegen Silvia Jahnke oder andere Vertreter des Lokalen Bündnisses für Familie in der Nachbarstadt Falkenberg auf Achse gehen, um die neuen Einwohner der Stadt zu begrüßen, dann wird das Willkommenspaket noch ein wenig größer. Es enthält unter anderem noch eine Kuscheldecke mit dem Stadtwappen (denn es gratuliert ja auch die Stadt), ein Angebot einer Versicherungsfirma, einen Gutschein für den ersten Haarschnitt und einen für das erste Milchbrötchen (einschließlich eines Kaffees to go für Mama oder Papa) sowie zahlreiche Infomaterialien. „Gestricktes gibt es je nach Jahreszeit. Da sind unsere Senioren sehr kreativ“, berichtet Silvia Jahnke. In Falkenberg gibt es diese Form des Babybegrüßens schon seit 2009.

Noch älter ist diese Tradition in Hohenbucko. „Das haben wir schon zu DDR-Zeiten gemacht. Damals gab es 100 Mark. Und wir machen es noch immer. Inzwischen gibt es einen 50 Euro-Gutschein und eine Begrüßungsurkunde“, berichtet Bürgermeister Dennis Lürding.

In den Gemeinden des Amtes Kleine Elster erhalten die Jüngsten des Ortes jeweils beim Eintritt in den Kindergarten ihr Begrüßungsgeschenk zum Knuddeln: die zum Amt gehörige Elster aus Stoff.

In der Kloster- und Gerberstadt bekommt jedes Neugeborene, von dem mindestens ein Elternteil seinen Hauptwohnsitz in Doberlug-Kirchhain hat, ein Babystammbuch. Darin befinden sich ein Glückwunschschreiben vom Bürgermeister sowie praktische Hinweise für den Alltag. Außerdem kann die Familie selbst alle wichtigen Fakten und Daten zum Kind darin sammeln. Mit dabei ist ein Gutschein für eine Drogerie der Region.

In Bad Liebenwerda hat Bürgermeister Thomas Richter den Brauch eingeführt – seit genau zehn Jahren überbringt er ein Lätzchen, eine Begrüßungsurkunde, Rosen und Elterninfos persönlich. „Das mache ich, weil ich mich über die Familien- und Wohnsituation informieren möchte, um bei Bedarf helfen zu können“, sagt er.

„Das ist Gedankenübertragung“, sagt Anja Heinrich, Bürgermeisterin in Elsterwerda, als sie die RUNDSCHAU-Anfrage erhält. „Wir führen gerade das Baby-Begrüßungspräsent, das es dann erstmalig in Elsterwerda geben wird, ein.“ Geschaffen worden sei die erste Kollektion auf Wunsch von Anja Heinrich durch Helga Wolf aus Doberlug/Kirchhain, übrigens die Patentante der Bürgermeisterin. Unterstützt werde die Aktion der Babyschuhchen und Kinderkollektion durch die Mitstreiter des Heimatvereins Elsterwerda & Umgebung. Ab September werde es einen liebevoll gepackten Präsentkorb für Neugeborene geben, die nach der Geburt Bürger von Elsterwerda sind.

Im Amt Plessa gibt es das Geschenk nicht, „aber Familienfreundlichkeit ist bei uns hoch angebunden“, sagt Anja Heller, die Vizechefin im Amt und führt an: „Im Jahr 2017 wurden 51 neue Erdenbürger im  Amtsbereich geboren. Im Gegensatz zu 2016 mit 36 Neugeborenen ist das eine Steigerung, über die wir uns alle freuen.“

Die Stadt Mühlberg setzt auf das Willkommenspäckchen des Landes Brandenburg. Es enthält unter anderem den aktuellen Ratgeber für Familien, einen Impfkalender und die ersten vier Elternbriefe des Arbeitskreises Neue Erziehung e.V.. Im Jahr 2017 seien dem Sozialministerium zufolge 15 088 Pakete versandt worden. Das Land investiere dafür jährlich 150 000 Euro.

Begrüßungsgeschenk Hirsch Hansi.
Begrüßungsgeschenk Hirsch Hansi. FOTO: LR / Rudow
Das Präsent in Bad Liebenwerda.
Das Präsent in Bad Liebenwerda. FOTO: LR / Manfred Feller
Ab September gibt es zum ersten Mal ein Babypräsent in Elsterwerda.
Ab September gibt es zum ersten Mal ein Babypräsent in Elsterwerda. FOTO: LR / Frank Claus