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| 01:51 Uhr

B 87-Initiative fordert einheitliches Handeln

Die Initiatoren der Aktion “Pro Ausbau B 87„ werben nicht nur mit Plakaten, sondern auch mit großen und kleinen Aufklebern sowie im Internet.
Die Initiatoren der Aktion “Pro Ausbau B 87„ werben nicht nur mit Plakaten, sondern auch mit großen und kleinen Aufklebern sowie im Internet. FOTO: ru
Herzberg. Viele Unternehmer, Mitarbeiter von Verwaltungen aus dem EE-Kreis und Torgau sowie Abgeordnete trafen sich am Montag im Schloss Grochwitz. Ihr gemeinsames Ziel ist es, die Initiative „Pro Ausbau B 87“ zu unterstützen und das Thema künftig ständig in die Öffentlichkeit zu rücken. Von Birgit Rudow

Jens Krause, Leiter des Geschäftsbereiches Standortpolitik und Verkehr bei der IHK Cottbus stellte die von der IHK in Auftrag gegebene Studie zu den Verkehrsstrompotenzialen auf der B 87 am Montag noch einmal kurz vor. “Bevor die Studie veröffentlicht wurde, hat man das Thema beim Land immer abgetan. Seit der Veröffentlichung stoßen wir dort auf offene Ohren. Man beschäftigt sich jetzt mit unserem Anliegen. Aber Wortbeteuerungen hat die Wirtschaft schon genug gehört„, so Jens Krause. Herzbergs CDU-Kreistagsabgeordnete Gerd Rothaug, einer der Initiatoren der Aktionsgruppe “Pro Ausbau 87„, pflichtete Jens Krause bei. “Der Bund ist bereit, sich beim neuen Bundesverkehrswegeplan mit der B 87 zu beschäftigen, wenn das Land Brandenburg ernsthaft die Voraussetzungen dafür schafft. Das heißt, die B 87 in das “Blaue Netz„ aufzunehmen und in die Planung einzusteigen„, so Rothaug. Für die Initiative bedeute dies, so der Unternehmer, alle betroffenen Kommunen von Eilenburg bis Beeskow in das Bemühen um den Ausbau der B 87 mit einzubeziehen.

Noch weiter ging Jürgen Lüth, der für die Bürgerinitiative Lübben nach Herzberg gekommen war. Die Bürgerinitiative hat sich im Mai 2010 gebildet und kämpft für die Ortsumfahrung der Spreewaldstadt. 5000 Unterschriften hat sie bereits gesammelt. “Entscheidend ist unser gemeinsames Handeln. Die Landesregierung darf uns nicht auseinanderdividieren. Wir müssen alle Unterlagen in der Schublade haben. Denn wenn das Land keine Mittel für die Planung der B 87 einstellt, rennen wir gegen eine Wand„, so Jürgen Lüth.

Der Einladung der Initiativgruppe war auch Martina Greip, Geschäftsführerin der Energieregion Lausitz, gefolgt. “Wir müssen den Ausbau der B 87 in allen südbrandenburgischen Kreisen als ein Gesamtprojekt begreifen und öffentlichen Druck aufbauen„, sagte sie. Der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Reiner Genilke, mahnte Ausdauer an. “Wir können hoffen, noch in diesem Jahr vom Land Aussagen zur Planung für die B 87 zu bekommen.„

Viele Herzberger Unternehmer stehen voll hinter dem Projekt. Seit Jahren fordern sie eine bessere Verkehrsanbindung.