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| 16:04 Uhr

Frankenaer Weg
Zu viel, zu schnell und ohne Rücksicht

Hier gilt Tempo 30 und Rechts vor Links, sagt das Schild im Frankenaer Weg. Doch daran halten sich nur die wenigsten Autofahrer.
Hier gilt Tempo 30 und Rechts vor Links, sagt das Schild im Frankenaer Weg. Doch daran halten sich nur die wenigsten Autofahrer. FOTO: Daniel Friedrich / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Finsterwalde. Der Frankenaer Weg ist ab der Grundschule stadtauswärts eine 30er-Zone. Doch nur die wenigsten Autofahrer halten sich an die Regeln, beklagen Anwohner und fordern eine bessere Beschilderung. Von Daniel Friedrich

Ein Auto nach dem anderen rauscht durch den Frankenaer Weg. Bremslichter leuchten auf, Fahrzeuge blinken und biegen ab, einige bleiben auf dem Fußgängerweg stehen. Die Lage ist unübersichtlich morgens um halb sieben vor der Grundschule-Nord.

Eigentlich ist der Frankenaer Weg eine ruhige Seitenstraße. Doch durch die baubedingte Umleitung der B 96/Sonnewalder Straße herrscht hier seit Wochen Hochbetrieb. Besonders am Morgen, wenn Eltern eilig ihre Kinder zur Schule bringen, ist die Straße extrem vollgestopft. „Viele Autofahrer halten sich nicht an das Tempolimit und beachten erst recht nicht die Rechts-vor-Links-Regel, die ab der Kreuzung Fritz-Reuter-Straße gilt“, sagt Klaus Winkelmann, der ein paar hundert Meter hinter der Grundschule am Frankenaer Weg wohnt. Er beobachtet täglich die „morgendliche Rushhour“ und versteht nicht, warum sich viele Eltern nicht an die Regeln halten: „Es sind ja schließlich auch ihre eigenen Kinder, die dadurch gefährdet werden.“ Noch seien keine Unfälle passiert, aber soweit müsse es doch nicht erst kommen, meint er und wünscht sich eine bessere Kennzeichnung der 30er-Zone. „Woanders weisen blinkende Displays auf die Geschwindigkeitsbegrenzung hin oder es gibt eine entsprechend auffällige Markierung auf der Fahrbahn. Warum geht das hier nicht?“

Auch im Seniorenzentrum „Albert Schweitzer“, das direkt gegenüber der Schule liegt, bestätigt man die Beobachtungen. Durch die Umleitung habe sich die Situation weiter zugespitzt. „Morgens geht es zu wie auf dem Taubenschlag. Für unsere Bewohner ist vor allem ärgerlich, dass auf dem Bürgersteig wild geparkt wird. Dadurch kommen sie mit ihren Rollatoren nicht durch“, sagt Einrichtungsleiter Norman Prinz. Einige Bordsteine mussten bereits ausgetauscht werden, weil sie durch das regelwidrige Parken beschädigt wurden.

„Achtung, Kinder!“ bedeutet dieses Verkehrsschild stadteinwärts vor der Grundschule. Hier sollte besonders aufmerksam und bremsbereit gefahren werden. Doch Anwohner bezweifeln, dass sich die meisten Autofahrer daran halten.
„Achtung, Kinder!“ bedeutet dieses Verkehrsschild stadteinwärts vor der Grundschule. Hier sollte besonders aufmerksam und bremsbereit gefahren werden. Doch Anwohner bezweifeln, dass sich die meisten Autofahrer daran halten. FOTO: Daniel Friedrich / LR

RUNDSCHAU-Nachfragen an der Grundschule-Nord blieben unbeantwortet. Die Stadtsprecherin Paula Vogel erklärt, dass man sich mit der Polizei bereits über regelmäßige Kontrollen auf der kommunalen Straße verständigt habe. Fahrbahnmarkierungen oder blinkende Schilder, wie sie von Klaus Winkelmann vorgeschlagen werden, halte die Stadt für wenig zielführend, denn: „Wir gehen davon aus, dass sich die Verkehrslage nach dem Ende der Umleitung wieder normalisieren wird.“ Ob das auch für den Straßenabschnitt vor dem Grundstück von Klaus Winkelmann gilt, der nicht zur Umleitung zählt, bleibt abzuwarten.