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| 14:55 Uhr

Grippewelle
„Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“

Crinitz. Crinitzer Zampertradition erlebt eine unschöne Premiere. Von Robert Pötzsch

Das hat es in Crinitz noch nie gegeben! Dieses Jahr traf die Grippewelle das Töpferdorf besonders hart. Sogar das traditionelle Zampern musste aufgrund der zahlreichen Krankmeldungen verschoben werden. Das beschert Crinitz eine unliebsame Premiere.

Im Dorf habe es durch die Grippeerkrankungen eine epidemie-ähnliche Situation gegeben, erklärt der Vereinsvorsitzende des Sport- und Begegnungszentrums Crinitz, Harald Stolley. „Es war überall im Ort das Gleiche.“ So entschied man sich, das Zampern lieber abzusagen. Keiner sollte sich unnötig anstecken. Beim Zampern werden schließlich viele Hände geschüttelt, Geld wird weitergereicht. Pech, dass es laut Stolley ausgerechnet dieses Jahr besonders großes Interesse am närrischen Spektakel im Vorfeld gab. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben – gezampert wird in Crinitz jetzt Anfang März.

Crinitz ist nicht allein von der Grippewelle überrollt. Insgesamt seien im gesamten Landkreis Elbe-Elster 261 Grippeerkrankungen gemeldet – ein Höchst-Stand seit Jahren, wird bei der Kreisverwaltung erklärt. Rund 92 Prozent der Erkrankten sind mit dem Influenzavirus B infiziert, so Amtsärztin Dr. med. Anne-Katrin Voigt (Stand 20.2.2018). Ein rasches Ende der Grippewelle sei ihrer Einschätzung nach nicht zu erwarten.