ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 13:40 Uhr

Kunstszene
ArtNight zaubert Sonnenuntergänge

Stolz zeigen die ArtNight-Teilnehmer in der Coktailbar Auras ihre Ergebnisse. Für alle hat sich der Abend gelohnt.
Stolz zeigen die ArtNight-Teilnehmer in der Coktailbar Auras ihre Ergebnisse. Für alle hat sich der Abend gelohnt. FOTO: Jürgen Weser
Finsterwalde. Gemeinschaftliches Malen begeistert die Teilnehmer in Finsterwalde. Tenor zum Schluss: unbedingt wiederholen. Von Jürgen Weser

Gemeinsam Spaß haben und die eigene Kreativität austesten, das ist die Philosophie des Startup-Unternehmens ArtNight. Seit August 2016 ist die Idee vom gemeinsamen Malen unter professioneller Anleitung auf dem Markt und hat sich in deutschen Metropolen, aber auch von Paris bis London schnell ausgebreitet. Am Sonnabend erlebte das Event auf dem flachen Land hier im Elbe-Elster-Kreis seine Premiere. Achtzehn Teilnehmer zauberten unter Anleitung der Berliner Künstlerin Sabina Freund eine karibisches Sonnenuntergangsstimmung in der Finsterwalder Cocktailbar Auras auf die Leinwand und trotzten damit dem draußen vor der Tür vorherrschenden trüben Winterwetter.

„Ich hätte nicht gedacht, dass ich das schaffe“, betrachtete nach zwei Stunden intensiver Malarbeit staunend Cindy Schindler aus Finsterwalde ihren Sonnenuntergang auf der Leinwand. So ähnlich ging es allen Teilnehmern der besonderen Freizeitbeschäftigung, denn nur wenige brachten schon ausreichend Erfahrungen in der künstlerischen Arbeit mit.

Zu jene, die schon seit längerer Zeit die Malerei zu ihrem Hobby auserkoren haben, gehörte Katharina Wendt aus Massen. Die jetzige HNO-Ärztin in der Elbland-Poliklinik in Meißen hat vor etlichen Jahren Kurse beim Finsterwalder Maler Horst Bahr besucht. Tierärztin Barbara Böning gehört zu der Freizeitgruppe „Herzberger Malfrauen“. „Überhaupt keine Erfahrungen“ brachte Ralf Kaiser als einer von zwei Männern in der Runde mit. „Ich bin als Stammgast in der Cocktailbar in die Malrunde gekommen“, schmunzelt er und bringt letztlich doch ein erstaunliches Ergebnis auf die Leinwand.

„Ihr könnt alle malen“, ermuntert Sabina Freund immer wieder. Die junge vielseitige Berliner Künstlerin ist seit März des vergangenen Jahres bei ArtNight und mitunter drei bis viermal in der Woche zu solchen Veranstaltungen unterwegs. „Das geht vom Firmenevent bis zu privaten Feiern“, erzählt sie.

Die Atmosphäre und die Zusammensetzung der Teilnehmer, „die alle aus eigenem Antrieb gekommen sind“, gefallen ihr in der Cocktailbar Auras besonders gut. Stephanie Auras-Lehmann hat das Event nach Finsterwalde geholt. „Ich wollte gern an einer ArtNight in einer Großstadt teilnehmen, aber mit Kleinkind ist das schwierig.“ So holte sie die Aktion einfach in die Cocktailbar ihrer Eltern und musste Mutter Sina nicht überreden. Die hatte selbst Spaß am Malen. Stephanie hatte sich auch für das Motiv des karibischen Sonnenuntergangs entschieden.

Gemalt wird bei ArtNight von allen Teilnehmern immer das gleiche Bild. „das macht die konzentrierte Anleitung möglich“, weiß Sabina Freund. Grundieren mit Gelb, wässrig und immer schön Schicht für Schicht malen, waren ebenso Anweisungen wie die Tipps zur Auswahl von Pinsel und Farben. Schwierig wurde es für so manchen Hobbymaler noch einmal, als zum Schluss das kleine Segelboot die idyllische Szenerie auf der Leinwand ergänzen sollte.

„So habe ich den Ablauf des Abends erwartet, nur nicht so anstrengend“ urteilt Nicole Müller aus Finsterwalde nach zwei Stunden. Akribisch arbeitet die Schönbornerin Annika Hörold noch an Details und Jaqueline Jope aus der Sängerstadt freut sich, dass ihrem Bild eine lebendige Atmosphäre bescheinigt wird. Zufrieden präsentieren alle das gleiche Bild zum Schluss, dass doch überall anders aussieht. „Unbedingt wiederholen“ sind sich die Finsterwalder ArtNight-Teilnehmer einig, und auch die Künstlerin Sabina Freund würde gern wiederkommen und helfend den Teilnehmern zur Seite stehen.


Es ist vollbracht: Letzte Verfeinerung werden von Annika Hörold an dem von ihr gemalten Bild vorgenommen.
Es ist vollbracht: Letzte Verfeinerung werden von Annika Hörold an dem von ihr gemalten Bild vorgenommen. FOTO: Jürgen Weser