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| 14:11 Uhr

Kreiselbau an der B 96
Archäologe prüft Baugrund in Massen

Archäologe Lutz Jansen mit den Bauleuten Matthias Wittwer und Thomas Weidner (v.l.) am künftigen Kreisel an der B 96 in Massen.
Archäologe Lutz Jansen mit den Bauleuten Matthias Wittwer und Thomas Weidner (v.l.) am künftigen Kreisel an der B 96 in Massen. FOTO: Gabi Böttcher / LR
Massen/Finsterwalde. Bisher wurde keine Siedlung, aber Keramikstücke aus dem späten Mittelalter wurden gefunden.

(gb) Wegen des Verdachts auf eine aufgegebene mittelalterliche Siedlung werden Erdarbeiten zur Vorbereitung des Kreiselbaus an der B 96 im Bereich Finsterwalder/Turmstraße seit Mittwoch voriger Woche vom Archäologen Lutz Jansen genau beobachtet. Außerhalb der Verkehrsflächen wird deshalb auf etwa 2500 Quadratmetern der Mutterboden „mit archäologischer Begleitung“ abgehoben.

Bis auf wenige Keramikstücke aus dem späten Mittelalter ist zumindest bis zum Freitag nichts Spektakuläres entdeckt worden. Die Keramiken seien nicht als Teil der Siedlung, sondern als Reste von Hausmüll einzustufen, die im Zusammenhang mit der Düngung des Feldes hier abgelagert wurden, konstatiert der Experte. Sie werden im Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologischem Landesmuseum genauer untersucht. Sichtbar werden für den Archäologen anhand der Erdschichten die Feldnutzung bis in die 50er-Jahre, Pflugspuren und auch der verfüllte Keller eines ehemals hier stehenden Wohnblocks.  Vorbehaltlich einer weiteren Stichprobe auf der gegenüberliegenden Straßenseite am Fahrzeuggeschäft werde der Archäologe seine Arbeit vermutlich am Montag abschließen. Polier Roland Weidner und sein Kollege Matthias Wittwer vom Bauunternehmen Matthäi arbeiten in ständiger Abstimmung mit dem Archäologen.

Laut Bauüberwacherin Silka Halmel beginnen in den nächsten Tagen nach dem Rückzug des Archäologen der Rückbau der Asphaltdecke der Straße und danach die akribische Ortung der unterirdischen Medienwelt.

(gb)