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| 15:37 Uhr

Zwei Städte - eine Partnerschaft seit 30 Jahren
Annemarie-Polka ins Saarland „exportiert“

Bürgermeister Jörg Gampe, Hans Nicolay (Vorsitzender des Partnerschaftsvereins in Eppelborn), Karin Pursch (Vorsitzende des Partnerschaftsvereins in Finsterwalde), Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset und Eppelborns Altbürgermeister Fritz-Hermann Lutz (v.l.).
Bürgermeister Jörg Gampe, Hans Nicolay (Vorsitzender des Partnerschaftsvereins in Eppelborn), Karin Pursch (Vorsitzende des Partnerschaftsvereins in Finsterwalde), Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset und Eppelborns Altbürgermeister Fritz-Hermann Lutz (v.l.). FOTO: Stadt Finsterwalde / Paula Vogel
Finsterwalde. Finsterwalder besuchen Eppelborn anlässlich des 30-jährigen Städtepartnerschaftsjubiläums.

Gemeinsam mit Mitgliedern des Partnerschaftsvereins Finsterwalde-Eppelborn hat eine Delegation um Bürgermeister Jörg Gampe vor wenigen Tagen einen Gegenbesuch in der Partnergemeinde Eppelborn im Saarland abgestattet, nachdem  beide Partnerstädte bereits im Juni in Finsterwalde ein gemeinsames Stadtfest gefeiert hatten.

Stadtsprecherin Paula Vogel berichtet, dass der Anreisetag nach einem herzlichen Empfang durch die „Gastfamilien“ und Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset beim Feuerwehrfest in Dirmingen, einem Ortsteil von Eppelborn, ausklang.

Beim gemeinsamen Partnerschaftsabend am nächsten Tag betonten beide Bürgermeister, wie wichtig die bestehende und lebendige Städtepartnerschaft ist. Entstanden war die innerdeutsche Partnerschaft schon in den Vorwendejahren ab 1986 auf Initiative des Eppelborner Altbürgermeisters Fritz-Hermann Lutz, der sich dafür sogar beim damaligen saarländischen Ministerpräsidenten Oskar Lafontaine stark gemacht hatte. Bürgermeister Jörg Gampe bezeichnete die sich daraufhinentwickelnden Besuche und Kontakte zwischen Finsterwalde und Eppelborn als einen kleinen Beitrag zum Fall der Mauer und damit zur deutschen Einheit. Die beiden Vorsitzenden der Partnerschaftsvereine, Karin Pursch und Hans Nicolay, stimmten ihm zu und nannten es als oberstes Ziel ihrer Vereine, „die Wiedervereinigung auch in den Herzen zu vollziehen“.

Die gemeinsam verbrachten Tage stärken die Bindung zwischen den Städten und dienten auch dem kulturellen Austausch, so Paula Vogel weiter. Eppelborner und Finsterwalder besuchten gemeinsam das Saarlandmuseum und die moderne Galerie sowie das sogenannte Landheim „H1“, das derzeit in Eppelborn entsteht. Das „H1“ kombiniert moderne Gemeinschaftspraxisräume mit neuen Wohneinheiten – die Nachfrage nach den Wohnungen sei groß, zu Ärzten, die im Gebäudekomplex ihre Praxen führen möchten, werde derzeit Kontakt geknüpft, erläuterte Investor Michael Krämer.

Beim „Herbst auf Finkenrech“, einem Bauernmarkt mit Musik im Ortsteil Dirmingen, wurden am Stand des Kulturvereins Dirmingen regionale Spezialitäten gekostet. Bei leckerem Flammkuchen bewunderten die Finsterwalder Gäste den Auftritt von Kindern der Kita Pusteblume, die extra den Tanz zur Annemarie-Polka einstudiert und ihn sogar noch um neue Elemente erweitert hatten. Beim Stadtfest im Juni hatte dieser Tanz Eppelborns Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset in Finsterwalde so gut gefallen, dass sie die Idee mit ins Saarland genommen hatte.

Zuletzt hatte eine Delegation aus Eppelborn das Finsterwalder Sängerfest Ende August besucht. Bei der Verabschiedung am Sonntag  versprachen sich beide Seiten ein baldiges Wiedersehen.

(pm/leh)