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| 08:54 Uhr

Soziales Projekt in Afrika
Anna Wessel erlebt in Ghana Unfall und Streetacademy

Die wunderschöne Natur im westafrikanischen Ghana kann man nur genießen. Überall bieten sich neue Erlebnisse.
Die wunderschöne Natur im westafrikanischen Ghana kann man nur genießen. Überall bieten sich neue Erlebnisse. FOTO: Anna Wessel
Doberlug-Kirchhain/Accra. Kostenfreier Unterrricht für Kinder aus den Slums. Leidenschaftliche Kirche macht Spaß. Schulbücher verteilt.

Wieder meldet sich Anna Wessel aus Ghana zu Wort und lässt RUNDSCHAU-Leser teilhaben an ihren Erlebnissen im westafrikanischen Land. Nach ihrem Praktikum in der Klosterkirchengemeinde Doberlug hat sie sich auf den Weg nach Ghana gemacht, um dort an einem sozialen Projekt teilzunehmen und gleichzeitig Land und Leute kennenzulernen. Diesmal berichtet Anna von ihrer Zeit in Westafrika:

Nach längerer Zeit ohne Sonne, scheint sie heute mal wieder in vollen Zügen. Echt eine Frechheit, dass die afrikanische Sonne sich nach Deutschland verirrt hat. Mir geht es immer noch richtig gut hier.

Letztes Wochenende haben wir Samstag einen Ausflug zum „Umbrella Rock“ gemacht. Das sind zwei Steine, die aussehen wie ein Regenschirm. Die Wanderung zu diesem Stein war echt anstrengend, aber ich muss sagen, dass der Ausblick von dort oben wirklich der Hammer war. Und die Fotos sind auch dementsprechend richtig cool geworden. Danach haben wir noch zwei Wasserfälle gesehen, die waren auch sehr beeindruckend. Es war echt ein toller Ausflug.

Auf dem Rückweg hatte unser Tro Tro (Kleinbus) einen kleinen Zusammenstoß mit einem Taxi. Ich weiß nicht, wer genau Schuld hatte, aber der Taxifahrer ist jedenfalls gleich ausgestiegen und wollte direkt auf unseren Fahrer losgehen. Plötzlich standen dann 20 Leute um unseren Bus herum, die alle am Rumschreien waren. Teilweise gibt es hier echt temperamentvolle Menschen. Aber naja, uns ist nichts passiert und alles ist gut ausgegangen.

Am Sonntag war ich dann mit ein paar Freunden das erste Mal in der Kirche. Das war wirklich eine richtig coole Erfahrung. Kirche ist hier wirklich ganz anders. Viel leidenschaftlicher und fröhlicher als bei uns. Dort wird getanzt und gefeiert. Hat wirklich Spaß gemacht, dauert aber auch minimal drei Stunden hier.

Ansonsten geht im Projekt alles seinen Lauf. Ronja und ich haben von gesammeltem Geld Schulbücher gekauft und die Kinder haben sich wirklich wahnsinnig gefreut, echt toll!

Nächste Woche ist leider schon meine letzte Woche in der Schule, weil danach Ferien sind. Ich werde die Kinder echt ganz schön vermissen.

Am Dienstag waren wir in Jamestown. Das ist das Slumviertel hier. War echt krass zu sehen, wie Menschen so leben. Aber hauptsächlich waren wir dort, um eine Streetacademy zu besuchen. Dort werden die Kinder aus den Slums kostenfrei unterrichtet und bekommen auch Essen. Das Ganze finanziert sich nur von Spenden. Der Gründer war selber mal Straßenkind und weiß daher, wie es sich anfühlt. Die Kinder bekommen außerdem Tanz- und Trommelunterricht und damit treten sie teilweise auf, um Spenden zu sammeln. Echt ein tolles Projekt!

Wie ihr seht, ist wie immer viel los und ich genieße alles so gut ich nur kann.

(gb)