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| 15:22 Uhr

Doberlug-Kirchhain/Accra
Anna „Akua“ Wessel muss vor den Elefanten davonrennen

Das Projekt mit den Kindern macht Anna weiter viel Spaß. Mit tollen Fotos lässt sie lässt die RUNDSCHAU-Leser an ihrem Abenteuer teilhaben.
Das Projekt mit den Kindern macht Anna weiter viel Spaß. Mit tollen Fotos lässt sie lässt die RUNDSCHAU-Leser an ihrem Abenteuer teilhaben. FOTO: LR / privat
Doberlug-Kirchhain/Accra. Anna Wessel schreibt von ihren Abenteuern in Ghana. Nach einem Trommel-Workshop taten ihr die Finger weh und sie ist jetzt Hausmama.

Wieder lässt Anna Wessel die RUNDSCHAU-Leser teilhaben an ihrer sozialen Mission und an ihren Abenteuern in Ghana. Nach ihrem Praktikum in der Klosterkirchengemeinde Doberlug-Kirchhain hatte sie sich entschlossen, an einem sozialen Projekt in Ghana mitzuarbeiten. Diesmal schreibt sie:

Momentan kommen viele neue Leute in unser Haus, was ich sehr gut finde. So lernt man viele Menschen kennen und hat immer wieder neue Leute an seiner Seite.

Aber es gehen natürlich auch immer wieder Leute, die man ins Herz geschlossen hat. Eine von denen, war „Hausmama“. Das bedeutet, dass sie immer den Zimmer- und den Essensplan schreibt und schaut, dass alles läuft. Da die alte Hausmama jetzt weg ist, musste eine neue her. Jetzt bin ich Hausmama.

Mittlerweile hatten wir unsere erste „Druming Lesson“. Das Trommeln macht einfach so viel Spaß. Und man merkt, dass die Einheimischen das hier echt im Blut haben! Danach taten uns echt doll die Finger weh, aber wir freuen uns schon alle auf das nächste Mal.

Kürzlich war Tag der Republik in Ghana und alle hatten frei. Dementsprechend war überall mega viel los. Wir haben tagsüber das Wetter genossen und waren am Strand. Abends sind wir dann das erste Mal hier ins Kino gegangen. Eigentlich wurde uns gesagt, dass die Ghanaer hier total ausrasten im Kino: mit Lachen, Jubeln und Rumschreien. Aber leider war es bei uns nicht ganz so doll. Das hätten wir schon gerne mal gesehen. Naja, vielleicht gehen wir ja nochmal.

Vorletztes Wochenende waren wir in Busua, das ist ein Dorf mit einem wunderschönen Strand. An sich war es wirklich wirklich toll dort: Viele Palmen, toller Ausblick und meterhohe Wellen. ....Wir haben dort ein paar Einheimische gesehen, die eine Schildkröte durchs Wasser gezogen haben. Ein anderer Einheimischer hat uns dann erzählt, dass die hier teilweise gegessen werden, andere Länder, andere Sitten ...

Das Projekt macht immer noch eine Menge Spaß. Die Kinder wachsen einem einfach mit jedem Tag mehr ans Herz. Ich will noch gar nicht daran denken, wie es wird, wenn ich hier wieder weggehe.

Am Freitag in der Früh sind zwei Mitfreiwillige und ich Richtung Tamale gefahren – 14 Stunden Busfahrt. Dort haben wir dann zwei Nächte verbracht, um von dort weiter nach Mole zu fahren. Dort haben wir mit dem Jeep eine Safari gemacht. Wir haben Antilopen gesehen, Schweine, Affen und Elefanten. Und am nächsten Tag haben wir dann noch eine Lauf-Safari gemacht. Die war sooo gut! Wir haben gleich am Anfang einen Elefanten gesehen. Und am Ende noch mal fünf Stück. Da waren aber auch ein paar Jungtiere dabei, die definitiv in der Pubertät waren. Wir wollten gerade ein paar Fotos machen, da sagt unser Guide einfach nur so „Run!“. Und dann sind wir gerannt. War wie in einem schlechten Film...echt krass. Aber die Elefanten sind dann stehen geblieben und uns ist nichts passiert. Wir hatten jedenfalls einen ganz schönen Adrenalinkick.

 Liebe Grüße und bis bald Eure Akua. Das ist mein Name in Ghana, weil ich an einem Mittwoch geboren wurde.

Anna Wessel lässt die RUNDSCHAU-Leser an ihrem Abenteuer teilhaben.
Anna Wessel lässt die RUNDSCHAU-Leser an ihrem Abenteuer teilhaben. FOTO: LR / privat
(red/gb)