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Finsterwalde
Champion mit großem Plattfisch

Dieter Gebhardt, Gerald Julpe  und Marcel Rößchen (v.l.n.r.) freuen sich: Erstmals fahren Elbe-Elster-Angler zu Deutschen Meisterschaften im Brandungsangeln.
Dieter Gebhardt, Gerald Julpe und Marcel Rößchen (v.l.n.r.) freuen sich: Erstmals fahren Elbe-Elster-Angler zu Deutschen Meisterschaften im Brandungsangeln. FOTO: Dieter Babbe
Finsterwalde. Erstmals sind drei Angler aus Elbe-Elster bei den Deutschen Meisterschaften im Brandungsangeln dabei. Von Dieter Babbe

Eines steht schon mal fest: Dieter Gebhardt (60), Gerald Julpe (48) und Marcel Rößchen – diese drei Finsterwalder gehören zu den besten Anglern im Land Brandenburg. Ob das Trio jetzt auch in den Kreis der deutschen Spitzenangler aufsteigt, wird sich am nächsten Wochenende, dem 18. und 19. November, zeigen. Dann reisen die Petrijünger zu den Deutschen Meisterschaften im Brandungsangeln nach Heiligenhafen in Schleswig-Holstein, wo fast alle Bundesländer vertreten sind.

Erstmals überhaupt haben sich Teilnehmer aus dem Elbe-Elster-Kreis in dieser Disziplin dafür bei den Brandenburg-Meisterschaften, die im Frühjahr bei Kühlungsborn stattgefunden haben, qualifiziert. Mit einem Plattfisch von fast anderthalb Metern war Gerald Julpe dort einer der Champions.

53 Jahre angelt der 60-jährige Dieter Gebhardt schon im Verein. Marcel Rößchen tunkt fast jede Woche seine Angeln in Elbe, Spree oder in die Teiche der Region. Oft gemeinsam mit Gerald Julpe, der sogar gern bis nach Norwegen fährt – und von dort schon mal einen kapitalen, anderthalb Meter langen Heilbutt mit nach Hause gebracht hat.

Alle drei Angelspezis eint nicht nur der Jagdtrieb, „sondern auch die Ruhe in der Natur. Ein Ausgleich zum Alltag. Und der Appetit auf gesunden Fisch natürlich“, erklärt Marcel Rößchen, der beruflich als Kfz-Mechaniker tätig ist – und zu Hause auch die Küchenarbeit bei der Zubereitung der Schuppentiere übernimmt.

„Das Brandungsangeln ist eine besondere Disziplin“, erklärt Gerald Julpe. Und weiter: „Man angelt vom Ufer aus, braucht zwei bis zu 4,50 Meter lange Angeln, hängt 250 Gramm schwere Gewichte und dicke Wattwürmer dran und wirft alles mindestens 100 Meter weit – Könner schaffen mit der zweiten Angel sogar 180 Meter, um zu sehen, wo die Fische am besten beißen.“

Welche, wie viele und wie große Fische bei den drei Finsterwaldern nach zwei Tagen Meisterschaft in der Nordsee am Haken zappeln – davon hängt ihre Platzierung unter den besten deutschen Anglern ab. Die Ersten werden 2018 zu den Weltmeisterschaften geschickt – „wo die stattfinden, ist noch nicht bekannt. In diesem Jahr waren sie in Südafrika“, kommt bei Dieter Gebhardt, Gerald Julpe und Marcel Rößchen schon mal Vorfreude auf.