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Andreas Dommaschk kann durchstarten

Elsterland-Amtsdirektor Andreas Dommaschk (l.) ist am Dienstag vom Amtsausschuss wiedergewählt worden. Der Ausschussvorsitzende Daniel Mende gratuliert.
Elsterland-Amtsdirektor Andreas Dommaschk (l.) ist am Dienstag vom Amtsausschuss wiedergewählt worden. Der Ausschussvorsitzende Daniel Mende gratuliert. FOTO: Heike Lehmann
Schönborn. Die Neuwahl des Amtsdirektors für das Elsterland endet am Dienstagabend mit einem eindeutigen Ergebnis für den Amtsinhaber. Das neueste Großprojekt ist die Sanierung der Rückersdorfer Grundschule. Heike Lehmann

Aufatmen konnte am Dienstagabend Elsterland-Amtsdirektor Andreas Dommaschk. Mit großer Eindeutigkeit ist er für weitere acht Jahre in seinem Amt bestätigt worden. Die Mitglieder vom Amtsausschuss haben ihm in geheimer Wahl sieben von acht Stimmen gegeben. Eine Stimme bekam der Herausforderer Gordon Weißenborn, derzeit Hauptamtsleiter im Amt Kleine Elster. Er gratulierte Dommaschk zur Wiederwahl und verabschiedete sich dann schnell.

Der Ausschuss hatte sich dazu entschieden, die Stelle des Amtsdirektors auszuschreiben. "Es gab sieben Bewerber, fünf haben wir nach einer Vorauswahl zum persönlichen Gespräch in den Ausschuss eingeladen, vier waren dazu angetreten. Danach haben wir zwei Bewerber zur Wahl vorgeschlagen", fasste der Ausschussvorsitzende Daniel Mende zusammen.

Dass während der Abstimmung alles ordnungsgemäß ablief, überwachten nicht nur Wahlleiterin Roswitha Krüger und Rita Müller als Wahlkommission. Auch der Ausschussvorsitzende hatte - in Erfahrung der Querelen um die Amtsdirektorwahl in Kleine Elster - ein wachsames Auge auf den Ablauf.

Andreas Dommaschk nahm die Wahl an und viele Glückwünsche entgegen, darunter auch vom Doberlug-Kirchhainer Bürgermeister Bodo Broszinski (FDP), und kehrte zum Alltagsgeschäft zurück.

Seit 1. Februar 2010 ist er Amtsdirektor in Elsterland. Weil ihm die Arbeit Spaß mache, habe er sich der Wiederwahl gestellt, erklärte er gegenüber der RUNDSCHAU am Mittwochmorgen, als er schon wieder nach Straupitz unterwegs war, wo er am Tag der Kommunen der EnviaM teilnahm. Und auch wegen des Pensionsanspruchs, schob er ehrlich nach. Stolz legte er auf die Waagschale, dass in den acht Jahren - bis 2018 - im Amt 10,4 Millionen Euro verbaut wurden und davon 8,4 Millionen Euro Fördermittel waren, ein Anteil von 73 Prozent. "Geld ist knapp, da muss man Fördertöpfe anzapfen. Wenn wir das nicht machen, machen es andere", ist sein Leitgedanke.

So wird demnächst die komplette Innensanierung der Grundschule Rückerdorf für insgesamt etwa zwei Millionen Euro angepackt, die Kita Schönborn bekommt einen Anbau und auch für die Kita Drößig wurde eine Förderquelle gefunden. "2018 ist auch der letzte Abschnitt der Ortsdurchfahrt Schönborn dran, die Arbeit wird nicht weniger", sagt der Lübbener, der die Gebietsreform und das mögliche Verschwinden kleinerer Ämter gelassen sieht. "Erst muss das Land wissen, was es will."

Am Freitag feiert das Amt Elsterland erst einmal in Tröbitz sein 25-jähriges Bestehen.