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"Anblühen" in Finsterwalde

Am Samstag wird das "Große Anblühen" in der Langen Straße von Finsterwalde gefeiert.
Am Samstag wird das "Große Anblühen" in der Langen Straße von Finsterwalde gefeiert. FOTO: top1
Finsterwalde. In der Finsterwalder Langen Straße wird am morgigen Samstag das "Große Anblühen" gefeiert. Ein Straßenfest, ganz im Zeichen des Frühlings und aufziehenden Sommers. Torsten Pötzsch

Der Verein "LebensART" lockt Gäste bereits um 8 Uhr in "ihre Lange Straße". Gartenbaubetriebe der Region zeigen und verkaufen alles, was in ihren Gewächshäusern in den letzten Wochen heranwuchs und nunBalkone, Fensterbänke und Vorgärten zieren soll. Zeitnah öffnen alle Händler der Straße ihre Türen.

Jubel, Trubel und Heiterkeit gibt es dann ab 10 Uhr. Dann treffen sich alle ambitionierten Fahrradfahrer auf dem Markt zum "Großen Lausitzer Anradeln".

In der Langen Straße selbst gibt es jede Menge Musik von Musikschülern bis hin zu gestandenen Musikern auf zwei Bühnen. Diverse Vereine der Stadt und der Region kommen mit Infoständen und werben für ihre Arbeit und um neue Mitglieder. Es wird reichlich Essen und Trinken an jeder Ecke feilgeboten - von vegan bis deftig. 21.45 Uhr wird dann auf der Straße mit einem großen Ausleuchten des Nachthimmels der Schlusspunkt gesetzt. Weiter geht es aber in den Bars und Gaststätten, rund um die Lange Straße.

"Immer schwerer wird es", so der Vereinsvorsitzende Lutz Müller, "ein Fest dieser Dimension auf die Beine zu stellen, da doch erhebliche finanzielle Mittel nötig sind. Von einem Eintritt möchten wir aber weiterhin absehen. Noch haben wir genug Sponsoren, Freunde und Förderer."

Und doch sollen die Leute nicht mit leeren Händen kommen und so ihre Verbundenheit zu ihrer Stadt ausdrücken. Der Verein ruft zu einer Spende von Blumensamen und Gemüsepflanzen, Sämereien, Jungbäumen oder Obststräuchern auf. Die Spenden gehen dann an alle Schulgartenprojekte der Stadt. "Die Kinder sollen so lernen, wie die Dinge heranwachsen, sie sollen sich darum kümmern und erfahren, dass das alles auch durchaus gut schmecken kann", erklärt Lutz Müller die ungewöhnliche Aktion.