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| 19:53 Uhr

Amerikanisches Lebensgefühl
„Mega Event!!! Sehr familiär!!“

Massen Dirt Track FOTO:
 Massen. 10. Massen Dirt Track zieht Freunde amerikanischer Lebensweise der 50-er Jahre an. Von Jana Zadow-Dorr

Wieso fahren Männer wie Roman und Torsten mit ihren Motorrädern an zwei Tagen mehr als 600 Kilometer von Herne nach Schacksdorf, nur um das „Massen Dirt Track“ zu besuchen? „Weil wir hier die Hot Rods aus den dreißiger, vierziger und fünfziger Jahren in Action sehen!“, lautet die ganz einfache Antwort. „Hier“ – das ist das Gelände von Steffen Niemann nahe des Flugplatzes Finsterwalde, wo die Besucher für ein Wochenende in das vergangene Jahrhundert Amerikas eintauchen können. Sandy und Burghard sind extra deshalb erstmals aus Wiesbaden angereist – sie haben in einer Oldtimerzeitschrift davon gelesen und sind fasziniert: „Das ist alles ziemlich stilecht, wie das Areal aufgebaut ist und die Autos unserer Träume hier auf der Piste unterwegs sind!“ Burghard ist durch die Fotografie auf die Szene gestoßen und fährt dafür auch schon mal nach Südafrika. Für Christin und Pascal aus Plessa ist es die Mischung aus Rock`n-Roll-Musik und Autos, die sie zum zweiten Mal nach Schacksdorf zieht.

 Zum 10. Mal lockt das Massen Dirt Track die Gäste in seinen Bann. Selbst wer nicht an den Sandduellen teilnehmen will, ist willkommen. So reihen sich auf dem weitläufigen Gelände Fahrzeuge der Marken Chevrolet, Packard, Ford, Pontiac, Oldsmobile oder Plymouth. An den Duellen direkt beteiligen sich letztendlich 24 Fahrer mit ihren Boliden. Sie kommen unter anderem aus Tschechien, Meißen, Quellendorf, Dessau, Senftenberg, Buchhain und Finsterwalde. Oliver Weiß aus Wolfenbüttel verteidigt erfolgreich seine Favoritenrolle und ist nun mit dem insgesamt vierten Titelgewinn der „Meister des Massener Ringes“.

 Nur von den Autos zu schreiben, wäre aber beim Massen Dirt Track die halbe Wahrheit. Die alten Motorräder aus der Zeit bis 1960 gehören von Anfang an mit zum Bild in dieser Zeitreise. Immerhin 30 Fahrer meldeen sich zum Start an. Passend zum Jubiläum gibt es zusätzlich zu der „normalen“ Motorradklasse gleich zwei neue Rennklassen: Einerseits wagen sich zwei Gespannfahrer inklusive Copilot auf das Oval, die mit Bravour die Strecke bewältigen. Da springt bestimmt bei dem einen oder anderen Besucher der Funke über. Deshalb entstand in der Dessauer Szene die Idee, eine „Vorkriegsklasse“ mit den entsprechend alten Zweirädern aufzustellen. Erstmals gibt es deshalb nun diese Rennklasse, bestehend aus zehn Maschinen, die sich außerdem mit einem Massenstart als Besonderheit auszeichnet.

 Insgesamt 60 Rennläufe, die Möglichkeit des freien Fahrens auf dem Oval, vier Live-Bands, eine DJane für Musik rund um die Uhr, amerikanisches Essen und detailgetreue Bauten auf dem Gelände sowie zahlreiche passend gekleidete Besucher – das alles mache es, dass zum Abschluss Rene aus Limbach-Oberfrohna bei Facebook unter eines der Fotos bei „Massen Dirt Track“ schreibt: „Mega Event!!! Sehr familiär!! War ein super Tag!!!“