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| 01:34 Uhr

Amerika-Reise im Karnevalsprogramm des RCC Sonnewalde

Mit ihrer Cowboynummer erobern die tanzenden Männer die Herzen der Frauen. Fotos: Dietmar Seidel
Mit ihrer Cowboynummer erobern die tanzenden Männer die Herzen der Frauen. Fotos: Dietmar Seidel
Sonnewalde. Auf große Reise geht der RCC, der Sonnewalder Reiter Carnevals Club, in seiner 43. Saison. „Amerika, der RCC ist da“ lautet das Motto. Da hieß es für alle Beteiligten nur: anschnallen und abheben. Von Torsten Pötzsch

Mehr als zwei Stunden dauerte die Reise. Als Reisebegleiter fungierten Peter „Piet“ Freitag und Carola Rose. Und natürlich landeten die Reiseteilnehmer immer wieder im „Land der begrenzten Unmöglichkeiten“. Doch bevor Cowboys und Cheerleader für ausgelassene Stimmung sorgten, hatten – ganz klassisch – die ganz kleinen Funken ihren Auftritt, und Präsident Thomas Galle begrüßte das Narrenvolk.

Das Prinzenpaar holte man sich in diesem Jahr aus dem benachbarten Frankena. Auf dem Thron sitzen ihre Lieblichkeit Carolin Hammitsch und seine Herrlichkeit Stephan Müller.

Nachdem alle Standards „abgearbeitet“ waren, konnte die Show richtig losgehen. Volle Aufmerksamkeit hieß es bei der ersten Sprechnummer, die gab es von Diana Schlegel. Als Mitarbeiterin in der Sicherheitsbranche philosophierte sie über Nacktscanner und Bodyguards, wobei sie sich bei Letzteren mehr für den Body interessierte.
Ordentlich was zu lachen gab es bei der Quizshow mit Sam Kowalski alias Thomas Schulze und Axel Schweiß alias Martin Petschick. Da die beiden offensichtlich keinen durchstrukturierten Plan hatten, gab es immer Hilfe aus dem Publikum, welches tatkräftig mitriet.

Wieder waren besonders die Tanzeinlagen ein echter Hingucker. Egal ob es sich um die „Frechen Früchtchen“, die Nachwuchstanzgruppe, das Männerballett oder das große Showballett handelte. Musikauswahl, Choreografie und Kostüme begeisterten das Publikum, weshalb die Akteure nie ohne Zugabe von der Bühne kamen. Mit ihrer Cowboynummer eroberten die Männer die Herzen der Frauen und ließen es ordentlich krachen. Das Showballett ließ sich aber nicht die Show stehlen und legte im Stil der Pinup-Girls der 50er und 60er Jahre im äußerst kurzen Matrosenkostüm ordentlich nach.

Das Programm gewann von Minute zu Minute mehr an Fahrt. Die Gäste tobten sogar bei solchen Karnevalsklassikern wie der Büttenrede.


Ins Fass stieg das Karnevalsurgestein Hilmar Grund. Mit spitzen Versen und scharfer Zunge erklärte er, warum er nicht nach Amerika will und es ihm hier so gut gefällt. Die folgende Nummer des Männerballetts war auch gleich Beweis genug. David Hasselhoff und viele Pamela Andersons – so sieht, aus Sicht der Sonnewalder Narren, der Kulturbeitrag der USA für die Welt aus.

Das Publikum war schier aus dem Häuschen, als alle Tänzer, Männer wie Frauen, sich zum großen Medley formierten. Argentinischer Tango, brasilianische Samba, amerikanische Cheerleader und natürlich der King of Pop, Michael Jackson – ein tänzerischer Höhepunkt jagte den anderen. Präsident Thomas Galle hatte es danach wirklich schwer, sich Gehör zu verschaffen und das Ende der Show zu verkünden.

Wie viel Zeit, Geld, Schweiß und Mühe das ganze Unterfangen gekostet hat, kann man nur erahnen.
Herausgekommen ist eine Karnevalssitzung, die sich nicht verstecken muss und bei einzelnen Nummern Unterhaltung auf höchstem Niveau bietet. Damit alles reibungslos läuft, bedurfte es vor und hinter der Bühne gut 140 fleißige Hände. Ihnen allen dankte der Präsident für die geleistete Arbeit. Die Gäste beim Jugendkarneval am Freitag und der Sitzung am Samstag bekamen für ihr Geld sogar noch eine Extranummer. Aus Tettau angereist war eine Drum-Show. Die neun Männer machten aber Krach für 100. Mit ihren Pauken und Trommeln in allen Größen und Formen spielten sie eine Samba nach der anderen und verbreiteten ein Flair wie beim Karneval in Rio. Diese Herren waren garantiert nicht das letzte Mal in Sonnewalde.