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| 17:08 Uhr

Brückenbau in Finsterwalde
Am 3. August das erste Brückenteil

Das sieht ziemlich marode aus. Wer die Große Unterführung in der Sonnewalder Straße in Finsterwalde passiert, hat keinen Zweifel: höchste Eisenbahn für die Brückenerneuerung.
Das sieht ziemlich marode aus. Wer die Große Unterführung in der Sonnewalder Straße in Finsterwalde passiert, hat keinen Zweifel: höchste Eisenbahn für die Brückenerneuerung. FOTO: LR / Gabi Böttcher
Finsterwalde/Berlin. Nach zusätzlichen Baugrunduntersuchungen in der Sonnewalder Straße wird jetzt das erste neue Trogbauwerk angeliefert. Die Bohrpfahlarbeiten gehen ab 14. August in Runde zwei. Von Gabi Böttcher

Kleine Holzstücke, die im Frühjahr im Baugrund der Bahn-Brücke über die Sonnewalder Straße gefunden wurden, sind die Übeltäter. Sie zwangen zu erneuten Baugrunduntersuchungen. Um auf Nummer Sicher zu gehen, wie Jan-Peter Haack von der Baukommunikation und Fred Schneider, Projektleiter Brücke, der DB Netz keinen Zweifel an der Notwendigkeit der mit erheblichen Bauverzögerungen verbundenen erneuten Untersuchungen lassen.

Sollte  nach ursprünglichem Ablaufplan bereits im Mai der erste neue Brückenüberbau eingehoben werden, so soll dies nunmehr am Freitag, 3. August, zwischen 0.30 und 4 Uhr geschehen. Schon ab dem 2. August, 8 Uhr, kommt es zur Vollsperrung der Sonnewalder Straße, sagt Fred Schneider. Er versichert: „Der Boden ist zu 100 Prozent tragfähig. Es mussten keine Bodenverbesserungen vorgenommen werden und auch die Technologie bleibt so, wie geplant.“ Das sei das Ergebnis der Untersuchungen.

Die nächste große Sperrpause ist nunmehr vom 9. (22 Uhr)  bis 13. August (4 Uhr) vorgesehen. Hier werde der alte Brückenüberbau an der Südseite, wo derzeit der Verkehr hinüber führt, heruntergehoben und der bereits am 3. August eingehobene neue Überbau für die Nutzung fit gemacht. Die neuen Brückenteile werden auf neuen Widerlagern aufgesetzt, für die im ersten Bauabschnitt 14 bewehrte Bohrpfähle in den Boden gebracht worden waren. Die alten Widerlager werden teilweise zurückgebaut und neu aufbetoniert, damit auch für die Optik klar ist: Hier haben wir es mit der Erneuerung einer Brücke zu tun.

Was dem Laien derzeit beim Blick auf die alte Brücke als ausgesprochen waghalsige, von Zügen überfahrene Konstruktionen erscheinen mag, betrachten die Fachleute gelassen. Kein Grund zur Sorge, die Überfahrt sei sicher, versichern sie.

Ab dem 14. August folgen nun im zweiten Bauabschnitt  weitere Bohrpfahlarbeiten, die sich bis zum 14. September erstrecken werden.  Während dieser Zeit gebe es keine Straßensperrung. Weitere 14 bewehrte Bohrpfähle sind in den Boden zu bringen. „Im Unterschied zu den ersten 14 Bohrpfählen werden diese lärmintensiven Arbeiten diesmal am Tage ausgeführt“, erklärt Jan-Peter Haack. Damit würden  auch  die während des ersten Bauabschnittes ermöglichten Hotelübernachtungen für unmittelbar Betroffene nicht in Betracht kommen. Voraussichtlich Mitte November soll schließlich der zweite neue Brückenüberbau eingesetzt werden.

In etwa einer Woche würden Anwohner im Umkreis von etwa 500 Metern um das Brückenbauwerk per Postkarte mit Informationen versorgt, erklärt Jan-Peter Haack.

In jedem Falle soll die erneuerte Brücke, die auf 28 neuen, bewehrten Bohrpfählen ruht, noch in diesem Jahr fertiggestellt sein.

Dem Laien erscheint es als Wunder, dass hier Züge drüber rollen.
Dem Laien erscheint es als Wunder, dass hier Züge drüber rollen. FOTO: LR / Gabi Böttcher