ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:48 Uhr

Finsterwalde im Bundeswettbewerb
Alte Weberei lebt in der Zukunftsstadt

Finsterwalde. Mit Tempo naht Finale im Bundeswettbewerb. Finsterwalde blickt Donnerstag auf historisches Areal. Von Gabi Böttcher

Jetzt geht es auf die Zielgerade im Bundeswettbewerb  „Zukunftsstadt“. Während eines öffentlichen Stadtdialoges sollen im April die Ergebnisse des Ideen-Marathons präsentiert werden, der im Jahr 2015 eingeläutet wurde.

Nachdem Finsterwalde zunächst  zu den 51 Kommunen deutschlandweit gehörte, die an den Start gehen durften,  gab eine Expertenjury  im Sommer 2016 nur noch 20 Kommunen grünes Licht, im Wettbewerb weiter an  Visionen für die Stadt im Jahr 2030 zu arbeiten. Jetzt sollen alle seither in  vier Arbeitsgruppen entwickelten und zusammengetragenen Ideen in einen Projektantrag fließen, der  abermals eine  Bundesjury überzeugen soll. Es geht um den Sprung in die Gruppe der acht Wettbewerbsfinalisten, die bei der Umsetzung ihres Zukunftsprojektes finanziell unterstützt werden.

 Sängerstadt-Bürgermeister Jörg Gampe (CDU) betont vor einem erneuten Zukunftstag-Höhepunkt am Donnerstagabend in der Alten Weberei: „Wir hoffen natürlich, dass wir auch in der dritten Phase des Wettbewerbs erfolgreich sind. Wenn wir nicht in diese Phase kommen, ist das jedoch auch kein Beinbruch. Es ist trotzdem einiges umzusetzen von den guten Ideen.“  

Regelrecht verliebt waren (und sind) Projekt-Akteure  in die im Frühsommer vorigen Jahres geborene  Idee, ein ganzes Stadtquartier zum „Kreativzentrum für junge Familien als Glasfaser-Campus“ zu entwickeln. Durchgesetzt hatte sich seinerzeit das Grundstück der ehemaligen Kistenfabrik an der Weststraße. Es hatte drei andere Standorte ausgestochen, die ebenfalls betrachtet worden waren: die alte Weberei an der Stadthalle, die Marktpassage und das Feintuchgelände.

Nunmehr habe der Eigentümer der Kistenfabrik seine Planungen für die Entwicklung eines Wohnstandortes vorangetrieben, heißt es aus dem Rathaus. Mit dem Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan sei im November 2017 die Entwicklung zu einem Wohnstandort angestrebt worden. Mit dieser Konsequenz: Die Stadt und ihre Partner im Zukunftswettbewerb haben Ende vorigen Jahres die Ergebnisse der vier Arbeitsgruppen inhaltlich und hinsichtlich ihrer räumlichen Umsetzung in der Stadt neu bewertet.

In einem Pressegespräch zu Wochenbeginn informierte Sängerstadt-Bürgermeister Jörg Gampe über den Extrakt  der neuen Schwerpunktsetzung. Danach ist für diese Orte in der Sängerstadt Folgendes angedacht:

Kreativcampus Alte Weberei: In direkter Nachbarschaft zur künftigen Stadthalle sollen weitere Kultur- und Kreativangebote etabliert werden. Der Campus soll Möglichkeiten  für kreative Tätigkeit, Bildung und Vernetzung bieten.

Neues Wohnen in der Leipziger Straße 22 bis 24: Zukunftsorientiertes Bauen und Wohnen unter Berücksichtigung von Entwürfen von Studenten der BTU Cottbus-Senftenberg umsetzen.

MensaPlus: Auf dem Grundstück des Sängerstadt-Gymnasiums wird über ein neues Mensagebäude mit multifunktionaler Nutzung als Bildungscampus diskutiert.

HotSpot Langer Damm: Der vor allem von der Stadtverwaltung genutzte Standort rückt als Ort für eine vielfältige  digitale Nutzung auf hohem Niveau in den Fokus.

Mobilitätsdrehscheibe Bahnhof: Vernetzung des Eingangstores der Stadt mit Alter Weberei und Mensa des Sängerstadt-Gymnasiums unter dem Aspekt der Nutzung erhaltenswerter Bausubstanz.

Glasfasernetz Finsterwalde: Der hohe Standard des bereits vorhandenen Breitband- und Glasfasernetzes soll als Standortfaktor weiter profiliert werden.

Der Diskussion über die Zukunftsstadt und den Wettbewerbsbeitrag Finsterwaldes sind weiter Tür und Tor geöffnet. Eine mögliche Entwicklung des Standortes Alte Weberei steht am Donnerstag, 25. Januar, von 18 bis 20 Uhr im Zentrum einer Werkstatt am Standort Oscar-Kjellberg-Straße 9. Architekt Clemens Habermann vom Zukunftsstadt-Team stellt seine Entwürfe für einen künftigen Kunst- und Kulturstandort vor.