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| 02:37 Uhr

Alte Dame setzt Zukunftszeichen

Festlich gewürdigt: 90 Jahre Wohnungsgenossenschaft Finsterwalde. Im Bild: Manfred Schäfer, Jörg Gampe, Ullrich Witt, Wolfgang Schönfelder (v.l.).
Festlich gewürdigt: 90 Jahre Wohnungsgenossenschaft Finsterwalde. Im Bild: Manfred Schäfer, Jörg Gampe, Ullrich Witt, Wolfgang Schönfelder (v.l.). FOTO: gb
Finsterwalde. Mit einer neu entstehenden Seniorengemeinschaft in der Brandenburger Straße und dem Neubau-Vorhaben eines Mehrfamilienhauses in der Oscar-Kjellberg-Straße macht die Wohnungsgenossenschaft (WoGe) Finsterwalde aktuell auf sich aufmerksam. Für den Herbst kündigte Vorstandsvorsitzender Ullrich Witt aber auch den Abriss von drei Blöcken im Sachsenring an. Gabi Böttcher

Gestern beging das Unternehmen mit Branchen- und Geschäftspartnern sowie Vertretern aus Politik und Gesellschaft seinen 90. Geburtstag. Von neuen Herausforderungen wie Barrierefreiheit war ebenso die Rede, wie von Problemen durch häufige Mieterwechsel und nachlassende Zahlungsmoral.

Sängerstadt-Bürgermeister Jörg Gampe (CDU) zollte seinen Respekt vor der unternehmerischen Leistung der WoGe in den zurückliegenden Jahren. Er erinnerte an Prognosen der Landesregierung, nach denen heute die Hälfte des Südkomplexes nicht mehr da sein dürfte. Die Platte nicht abreißen sondern sehen, wie sie umzubauen ginge, zeige ein Beispiel der Wohnungsgesellschaft in der Westfalenstraße. Mit dem geplanten Neubau in der Kjellbergstraße und dem Seniorenwohnangebot setze die Genossenschaft Zeichen für die Zukunft, lobte der Bürgermeister.

Dr. Wolfgang Schönfelder vom Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen stellte die Stärke der Genossenschaft heraus. Nicht umsonst gehöre die Genossenschaftsidee zum von der Unesco anerkannten immateriellen Kulturerbe. Aufsichtratsvorsitzender Manfred Schäfer, gemeinsam mit Horst Grünewald seit 25 Jahren an der Seite der Genossenschaft, würdigte die 90-jähre Dame, die sich "dynamisch in die Zukunft gerichtet" zeige.

Und wer gestern beim Geburtstagsempfang Blumen vermisste, wurde aufgeklärt: Die Jubilarin hatte stattdessen um Spenden für einen Konzertflügel für die Stadthalle von Finsterwalde gebeten. Ullrich Witt gab einen ersten Zwischenstand bekannt: 2000 Euro waren bis gestern zusammengekommen.