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"Allenfalls Halle–Cottbus vertretbar"

Blick von der gegenwärtig im Bau befindlichen Brücke des neuen B 96-Abschnittes über die Bahnanlagen bei Massen/Finsterwalde.
Blick von der gegenwärtig im Bau befindlichen Brücke des neuen B 96-Abschnittes über die Bahnanlagen bei Massen/Finsterwalde. FOTO: Böttcher
Finsterwalde. Mit der Umverlegung der Bundesstraße 96 erweckt eine Bahntrasse und deren Bezeichnung Aufmerksamkeit. In den Unterlagen des Planungsbüros findet sich für die DB-Bahnstrecke, über die gegenwärtig zwischen Finsterwalde und Massen eine Brücke gebaut wird, die Streckenbezeichnung 6345 Halle – Guben. Gabriela Böttcher

Am RUNDSCHAU-Telefon empört sich eine Leserin: "Was soll diese Bezeichnung. Es handelt sich um die Strecke Leipzig - Cottbus."

Gisbert Gahler vom Regionalbüro Kommunikation Berlin der Deutschen Bahn dazu: "Die Bahnstrecke Halle - Cottbus ist eine 176 Kilometer lange zweigleisige elektrifizierte Hauptbahn, die in den Jahren 1871 und 1872 eröffnet wurde. Sie bildete die zentrale Strecke der Halle-Sorau-Gubener Eisenbahn-Gesellschaft. Heute ist sie Teil einer Verbindung von Mitteldeutschland in Richtung Polen. Am 1. Dezember 1871 eröffnete die Halle-Sorau-Gubener Eisenbahn-Gesellschaft (HSGE) den Abschnitt Cottbus - Falkenberg/Elster, nachdem bereits zuvor die östliche Verlängerung in Richtung Guben im gleichen Jahr in Betrieb ging. Am 30. Juni 1872 ging die Strecke bis nach Halle in Betrieb. Die Streckennummer lautet von Halle bis Guben 6345. Die Streckennummer, die eine Strecke bei der Bahn einordnet, ist einheitlich von Halle bis Guben. Die Kilometrierung beginnt in Halle. Allenfalls ist der betrieblich sinnvolle zentrale Teil der Strecke umgangssprachlich als Halle - Cottbus vertretbar. Das Stück Cottbus - Peitz Ost fehlt übrigens seit der Streckenumverlegung, es wird dafür ein Stück der Strecke 6220 nebst Neubaustück Wilmersdorf Nord - Teichland genutzt."