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Akzeptanz für neue Wohnformen für Ältere stärken

Finsterwalde. Seit dem 1. Oktober vorigen Jahres gibt es die Koordinierungsstelle für neue Wohnformen beim Pflegestützpunkt des Landkreises.

Hat sich das inzwischen herumgesprochen?
Ja, ich denke, dass sich das inzwischen herumgesprochen hat. Die Vorstellung der Koordinierungsstelle erfolgte in verschiedenen Pressemitteilungen. Auch in verschiedenen Institutionen wurde die Koordinierungsstelle schon vorgestellt, zum Beispiel in der Liga der freien Wohlfahrtspflege, im Seniorenbeirat und in Selbsthilfegruppen.

Was sind die häufigsten Fragen an die Koordinierungsstelle?
Was heißt neue Wohnformen? Wie funktioniert eine Wohngemeinschaft? Ist das Wohnen in einer Wohngemeinschaft auch bezahlbar?

Können Sie ein Beispiel nennen, wo Sie bereits direkt unterstützen konnten?
Es gab beispielsweise die Anfrage ,Wie gehe ich es an, wenn ich vorhabe, eine Immobilie zur Nutzung für altersgerechtes Wohnen umzugestalten'. Wir konnten Informationen zu Fördermöglichkeiten geben und an notwendige Akteure wie Architekturbüro, Gesundheitsdienstleister der Kreishandwerkerschaft und andere verweisen. Im Rahmen der Beratungstätigkeit des Pflegestützpunktes weisen wir auf das Bestehen schon vorhandener Wohngemeinschaften hin und unterstützen Angehörigen-Gremien.

Wo gibt es bereits Beispiele für die neuen Wohnformen, die ja mit Begleitung und ambulanter Pflege ein Leben möglichst nah an der häuslichen Gewohnheit sichern sollen?
Im Landkreis gibt es ambulant betreute Wohngemeinschaften in Finsterwalde, Elsterwerda, Doberlug-Kirchhain und Herzberg.

Was steht für Sie in der Koordinierungsstelle ganz oben auf der Prioritätenliste für dieses Jahr?
Ein Ziel ist, dass die Menschen auch trotz Alter und Behinderung in ihrem sozialen Umfeld, in einer der eigenen Häuslichkeit möglichst nahekommenden Struktur verbleiben können. Hierbei ist es wichtig, durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit die gesellschaftliche Akzeptanz für neue Wohnformen auf unterschiedlichen Ebenen zu stärken und zu vernetzen.

Mit Anne-Marie Gundermann sprach Gabi Böttcher.

Der Ausschuss für Familie, Soziales und Gesundheit des Kreistages berät am heutigen Donnerstag, 17 Uhr, in den Räumen des Projektes "Welt", Tuchmacher Straße 22, Finsterwalde.