| 14:25 Uhr

Ehrenamt
„Aktive im Hintergrund“ unverzichtbar

Der Kreissportbund Elbe-Elster hat Ehrenamtliche ausgezeichnet – v.l.: Hans-Werner Laske, Detlef Pritschkoleit, Detlev Leissner (Kreissportbund), Roland Neumann (Beigeordneter des Landkreises), Karl-Heinz Hegenbart (Landessportbund), Petra Köckritz, Gunder Thielemann.
Der Kreissportbund Elbe-Elster hat Ehrenamtliche ausgezeichnet – v.l.: Hans-Werner Laske, Detlef Pritschkoleit, Detlev Leissner (Kreissportbund), Roland Neumann (Beigeordneter des Landkreises), Karl-Heinz Hegenbart (Landessportbund), Petra Köckritz, Gunder Thielemann. FOTO: Torsten Pötzsch / Pötzsch Torsten
Doberlug-Kirchhain. Am Montag wurden verdienstvolle ehrenamtliche Sportfunktionäre im Landkreis Elbe-Elster geehrt. Von Torsten Pötzsch

Es ist eine Veranstaltung, die nur alle zwei Jahre stattfindet, aber auf keinen Fall selbstverständlich ist. Nur Wenige hatten sich für den Termin am Montagabend in der Klosterschänke am Schloss Doberlug entschuldigt. Das ist auch ein Ausdruck dessen, wie ernst Ehrenamtliche ihre Arbeit nehmen und wie viel Freizeit  sie in diese stecken.

26 Auszuzeichnende mit der Ehrennadel des Landessportbundes (LSB) in Gold, Silber und Bronze standen auf der Liste. Ein Beleg dafür, wie sportlich der Landkreis ist. Nach Aussage des Kreissportbundchefs Detlev Leissner „zeigt die Kurve nach oben“, statt auf gleichbleibend hohem Niveau zu verharren.

Karl-Heinz Hegenbart, beim Landessportbund Vizepräsident für Sportentwicklung, sprach in seiner kleinen Laudatio sogar von einer „enormen und hervorragenden Entwicklung im Landkreis“. Diese Entwicklung würde es ohne die ungezählten Ehrenamtler gar nicht geben. Sie sind das Rückgrat des Sports im Landkreis oder wie Detlev Leissner sie bezeichnete: „Aktive im Hintergrund“.

Oft wird das Ehrenamt als etwas Selbstverständliches angesehen, Millionen gibt es in Deutschland, allein im Landkreis im Bereich Sport über 2000. „Deutschland wäre arm ohne Ehrenamt, unsere Gesellschaft wesentlich ärmer oder besser gesagt armselig“, fand Leissner deutliche und passende Worte der Würdigung. „Diese Menschen, unabhängig von Alter, Geschlecht oder sozialer Stellung sind ein wertvolles Gut, mit dem wir sorgfältig und respektvoll umgehen müssen.“

Neben der Würdigung des Ehrenamtes sprach Leissner auch die jahrzehntelange, gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis an, als Fundament für die positive Entwicklung und Förderung von Talenten. In einem kurzen Nebensatz bemerkte er, dass der Kreissportbund derzeitig eine Verfassungsklage prüfen lässt, wenn die Landesregierung ihre Pläne bei der Kreisgebietsreform wie geplant durchdrücken will. Positive Kooperationen und Synergien zwischen Sport, Verwaltung und Politik, die über einen langen Zeitraum gewachsen sind, sieht er in Gefahr.

Die Ankündigung einer etwaigen Verfassungsklage war nicht die einzige Überraschung an diesem Abend. So wurden die Brüder Thomas und Holger Bauch vom Finsterwalder Sanitätshaus Bauch nicht für ihre ehrenamtlichen Leistungen, sondern für ihre beispielgebende Sponsorenleistung im Sport des Landkreises mit einer Ehrennadel des LSB geehrt.

Völlig überrascht war auch die Geschäftsführerin des KSB, Petra Köck­ritz. An ihrem Schreibtisch vorbei – was sehr schwierig gewesen sein muss, schließlich laufen bei ihr alle Fäden des KSB zusammen – hatte Detlev Leissner „seine beste Frau“ für die „Silberne Ehrennadel des Landessportbundes“ eingereicht und sie bekam sie.

Die höchste Ehrung, die Ehrennadel in Gold, bekamen Gunder Thielemann vom FC Schradenland und Detlef Pritschkoleit vom Elster-Hockey-Club 49 aus Elsterwerda. Silber gab es für Hans-Werner Laske vom FSV Grün-Gelb Doberlug-Kirchhain und Günter Lorenz vom SV Blau-Gelb 90 Sonnewalde. Roland Neumann, Beigeordneter und Dezernent im Landkreis Elbe-Elster, bekam eine Ehrenurkunde für seine Verdienste bei der Arbeit zwischen Landkreis und Kreissportbund.

„Sie sind die Macher, die Kümmerer, ihnen gebührt nicht nur heute die Ehre und unser Dank, sondern täglich. Danke!“, so Karl-Heinz Hegenbart, bevor es zum gemütlichen Teil überging.