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| 15:21 Uhr

Lesung
Ahne trotzt Sturm Friederike – Gott bleibt lieber in Berlin

Bitte lächeln! Ein Foto mit seinen Lesefreunden aus Finsterwalde ist für den Berliner Autoren Ahne selbstverständlich.
Bitte lächeln! Ein Foto mit seinen Lesefreunden aus Finsterwalde ist für den Berliner Autoren Ahne selbstverständlich. FOTO: Jürgen Weser
Finsterwalde. Der Kultautor aus der Hauptstadt ist Stammgast in der Buchhandlung Mayer in Finsterwalde. Von Wetterunbilden lässt er sich nicht abschrecken und erscheint pünktlich.

So ein Sturm wie „Friederike“ in der vorigen Woche hält den Berliner Kultautoren Ahne nicht davon ab, die Buchhandlung Mayer in Finsterwalde als einen seiner Lieblingsleseorte zu erreichen. Der letzte Zug vor dem Stopp des Schienenverkehrs brachte ihn gerade noch so in die Sängerstadt.

Und so begeisterte er als Stammgast wieder seine Stammzuhörer mit neuen Texten und den kultigen „Zwiegesprächen mit Gott“. Gott hatte Ahne allerdings zur Vorsicht in Berlin in der Choriner Straße gelassen. Außerdem sei Gott, verrät Ahne, mit dem Verteilen von Bitcoins an Bedürftige beschäftigt.

Geschichten von Ahne strotzen vor skurrilen Einfällen: so auch dieses Mal. Für ihn ist Bescheidenheit keine Zier. So fragt er sich, warum er noch nicht für den Literaturnobelpreis gehandelt wird? Der Beifall seiner Fans gibt ihm recht.

„Jeder macht Fehler, auch du“, beruhigte er Trump mit seiner satirischen Hymne auf den „Helden der Gosse“. Natürlich glänzt Ahne wieder mit seinem speziellen Gesang ganz ohne Begleitung. Dazu bricht er der modernen Lyrik eine Lanze. Reimen geht auch mit dem Einkaufszettel. Dazu gibt es irrwitzige Wortspiele. Die Sexdebatte dreht er im Zwiegespräch mit Gott (Ahne kann ja auch Gott) einfach um - und Gott hat uns mit der AfD eine Prüfung auferlegt. „Ich will sehen, wie ihr damit fertig werdet!“, fordert Ahne provokant.

Auch wenn wegen „Friederike“ bei der eigentlich ausverkauften Lesung zum Beispiel wegen umgestürzter Bäume auf den Straßen ein paar Stühle frei bleiben und nebenan in der Berliner Straße ein paar Dachziegel vom Sparkassengebäude fallen, haben Besucher und Ahne miteinander viel Spaß.

„Danke Fiwa! Danke Buchhandlung Mayer“, skandiert der Lesebühnenautor zum Finale. Er kommt bestimmt wieder.

Krimizeit heißt es im Monat März in der Buchhandlung Mayer in Finsterwalde. Passend zur Elbe-Elster-Litera-Tour und zur Leipziger Buchmesse gibt es zwei Lesungen. Zunächst kommt am 13. März Linus Geschke, der in „Das Lied der toten Mädchen“ den Reporter Jan Römer auf sein drittes Abenteuer schickt.

Mit Elisabeth Herrmann ist am 23. März eine der renommiertesten deutschen Krimiautorinnen zu Gast in der Sängerstadt. Nach ihren Romanen und Drehbüchern wurden die Vernau-Filme mit Jan Josef Liefers gedreht. Sie liest aus dem neuen Krimi „Stimme der Toten“. Karten für diese sicher spannenden Lesungen können ab sofort geordert werden.