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| 02:39 Uhr

AfD-Kundgebung von Protesten begleitet

Zur AfD-Kundgebung kamen am Donnerstag nur etwa 150 Zuhörer.
Zur AfD-Kundgebung kamen am Donnerstag nur etwa 150 Zuhörer. FOTO: leh
Finsterwalde. Kühl war es am Donnerstagabend bei der AfD-Kundgebung gegen Ex tremismus und Gewalt auf dem Finsterwalder Markt. Jedenfalls, was die Temperaturen angeht. leh

Die Atmosphäre schwankte zwischen eisig und hitzig. Anlass für die Kundgebung waren mittlerweile vier Anschläge auf das neue Bürgerbüro vom AfD-Landtagsabgeordneten Sven Schröder in Finsterwalde.

Geschätzte 150 Anhänger, Sympathisanten und Zuhörer wollten die Redner, unter ihnen Peter Drenske, Bundestagsdirektkandidat im Wahlkreis 65, verfolgen. Weniger als die Veranstalter gehofft hatten. Etwa genauso viele Polizeibeamte waren im Einsatz.

An der gegenüberliegenden Marktseite hatten sich Menschen eingefunden, die auf den Aufruf von Bürgermeister Jörg Gampe (CDU) zum Gesicht zeigen für ein "buntes, offenes und friedliches Miteinander" gefolgt waren. Auch das Finsterwalder "Aktionsbündnis für Menschlichkeit und Toleranz - Demokratie stärken" wurde wieder aktiviert. Die Finsterwalder Linken- und Antifa-Szene versuchte, die Redner der Kundgebung lautstark zu übertrumpfen. Heftige verbale Attacken gab es schließlich auf beiden Seiten. Wer sich wie ein 64-jähriger Finsterwalder, der nach 15 Jahren aus dem Westen zurückgekehrt ist und mit seiner Frau wohl fühlt in der Sängerstadt, über inhaltliche Ziele der AfD informieren wollte, wurde an diesem Abend eher enttäuscht.

Die beruhigende Nachricht am nächsten Morgen kam von der Polizei: Es blieb friedlich.