| 15:47 Uhr

Ort der Ruhe
Auf dem Friedhof: Absteigen bitte!

Trotz eines entsprechenden Verbotsschildes fährt eine Radfahrerin auf dem Finsterwalder Friedhof mit ihrem Fahrrad entlang. Das erzürnt viele Friedhofsbesucher.
Trotz eines entsprechenden Verbotsschildes fährt eine Radfahrerin auf dem Finsterwalder Friedhof mit ihrem Fahrrad entlang. Das erzürnt viele Friedhofsbesucher. FOTO: Daniel Friedrich / LR
Finsterwalde. Einige Friedhofsbesucher halten sich nicht an die Regeln und ziehen damit den Ärger anderer auf sich. Von Daniel Friedrich

Das, was eine RUNDSCHAU-Leserin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen will, immer wieder auf dem Finsterwalder Friedhof beobachtet, macht sie ärgerlich: Statt ihr Rad auf der Begräbnisstätte zu schieben, fahren manche Friedhofsbesucher über die Wege. „Im Sommer nutzen einige den Friedhof gar als Abkürzung, wenn sie aus dem nahen Supermarkt kommen. Dann klappern ihre Bierkästen hinten auf dem Fahrradkorb, während sie an Gräbern entlang fahren, an denen gerade eine Beerdigung abgehalten wird“, so ihre Beobachtungen. Weil die Pfade teils so schmal seien, musste die Leserin auch schon ein paar Mal den Radlern ausweichen.

Dabei ist an den Eingängen ein gut sichtbares Verbotsschild angebracht – im Übrigen auch für Hunde und motorisierte Fahrzeuge. Ein Poller am Durchgang, neben der Schranke, soll Radfahrer überdies zum Absteigen bewegen. Doch schon bei einer kurzen Stichprobe des RUNDSCHAU-Reporters bestätigen sich die Eindrücke: Mehrere Besucher fahren mit ihrem Rad die sandigen Wege entlang. Und ein Pärchen geht mit seinem Hund über den Friedhof spazieren.

Deutlich sichtbar: Das Verbotsschild auf dem Finsterwalder Friedhof zeigt, was nach der Friedhofssatzung nicht erlaubt ist.
Deutlich sichtbar: Das Verbotsschild auf dem Finsterwalder Friedhof zeigt, was nach der Friedhofssatzung nicht erlaubt ist. FOTO: Daniel Friedrich / LR

Zwar seien Fahrräder grundsätzlich auf dem Friedhof erlaubt, heißt es von der Friedhofsverwaltung. Doch sie müssten eben geschoben werden. Das gebiete nicht nur die Friedhofssatzung, sondern auch die Wahrung der Würde an einem solchen Ort. „Die Kolleginnen des Ordnungsamtes werden stichprobenartige Kontrollen durchführen. Ein Verstoß gegen die Friedhofssatzung kann mit einem Bußgeld geahndet werden“, informiert die Stadtverwaltung und appelliert, das Gelände als einen Ort der Ruhe zu achten.