Aufgrund einer Gleisabsenkung ist die Zugstrecke zwischen Finsterwalde und Doberlug-Kirchhain am Mittwoch komplett gesperrt gewesen. Darüber informierte die Deutsche Bahn am Mittag. Daher kam es zu Verspätungen und Ausfällen.

Notverkehr mit Bussen

Ein Notverkehr mit Bussen wurde eingerichtet. Züge aus Richtung Falkenberg und Leipzig begannen und endeten in Doberlug- Kirchhain. Die Züge aus Richtung Cottbus begannen und endeten in Finsterwalde. Betroffen waren die Linien RB43 (verkehrt zwischen Herzberg und Cottbus) und RE10 (verkehrt zwischen Cottbus und Leipzig).

Burkhard Ahlert, Pressesprecher der Deutschen Bahn, teilte auf Nachfrage der RUNDSCHAU mit, dass der Verkehr am Nachmittag, voraussichtlich ab 14 Uhr, wieder aufgenommen werden sollte.

Reparaturen dauern bis Freitag

Gegen 15 Uhr wurden auch die Verkehrsmeldungen auf der Deutschen Bahn-Webseite aktualisiert. Die Streckensperrung wurde aufgehoben. Dennoch kam es noch zu Verspätungen. Zwischen Cottbus und Falkenberg verkehrten die Züge nun abwechselnd auf einem Gleis mit einer verminderten Geschwindigkeit von fünf Kilometern pro Stunde. Die Reparaturen des betroffenen Gleisabschnittes, von etwa 100 Metern Länge, dauern wahrscheinlich noch bis Freitag an.

Kunden der Bahn wurde geraten, vor Abfahrt ihre Reiseverbindungen zu prüfen.

Panne beim Pipeline-Bau

Die Gleisabsenkung erfolgte während der Bauarbeiten an der EUGAL-Pipeline, die durch den Landkreis Elbe-Elster verläuft. Das bestätigte Reemt Bernert, Pressesprecher von GASCADE Gastransport GmbH. Die Firma GASCADE ist Bauträger der Pipeline. Die Rohrleitung verläuft nördlich entlang dem Flugplatzgelände Finsterwalde-Heinrichsruh, kreuzt im Süden die Landesstraße 60 und sollte nun unter der Bahnstrecke weiter verlegt werden. Dabei sollte das Rohr unterpresst, also unterirdisch verlegt werden. Infolge dessen kam es zur Gleisabsenkung.