Ortsbürgermeister Marco Bergmann sieht im Dorfwettbewerb eine gute Gelegenheit, sich überregional zu präsentieren. Ans Gewinnen denke er dabei nicht in erster Linie. Was zähle, sei der olympische Gedanke. "Wir wollen irgendwann einmal Naturparkgemeinde werden. Da können wir in diesem Wettbewerb sicher schon Hinweise bekommen, wo wir stehen und was wir verbessern können", sagt der Ortsvorsteher.

Er setzt darauf, der Jury im Dorfwettbewerb am 26. August jede Menge Vorzeigbares präsentieren zu können. "Wir trotzen dem demografischen Wandel", sagt Marco Bergmann stolz und verweist auf neu in den Ort gezogene Einwohner. Nach zwölf Jahren in Bayern sei eine Familie zurückgekommen und gegenwärtig richte sich eine weitere Familie aus Berlin in einem frei gewordenen Hof ein.

Zu den Trümpfen von Sorno zählt der Ortsvorsteher den von Marlis Szymik betriebenen Dorfkonsum als kleinem kulturellen Treffpunkt für die Gemeinde. An und in der Feuerwehr sowie auf dem Sportplatz spiele sich Dorfleben ab - so an diesem Wochenende beim Dorffest. Froh sei man, den Schritt nach Finsterwalde gegangen zu sein. Spätestens als 2009 das Klärwerk in Betrieb genommen wurde, hätten viele Einwohner verstanden, dass ohne die Stadt die Preise nicht so günstig gestaltet werden können, sagt Szymik.

Besonders stolz sind die Sornoer auf den Rückbau eines maroden Wiegehäuschens, den Erhalt der Wiegeeinrichtung und deren Präsentation hinter Glas. Auch den gepflegten Sportplatz und den Rodelberg nennen sie gern. Die Sornoer Feuerwehrleute, die im Notfall rund um die Uhr einsatzbereit sind und darüber hinaus bei vielen Gelegenheiten zupacken, werden im Ort geschätzt. Etwa 80 Jahre alte Linden an der Dorfaue und Ersatzpflanzungen von ortstypischen Bäumen passen zum Zugehörigkeitsgefühl der Gemeinde zum Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft.

Die Firmen Walther Transporte und Bernd Maye Holztransporte geben 28 beziehungsweise zehn Bürgern Arbeit.

Geflügeltes Wort der Sornoer: "Man ist ganz einfach füreinander da." Das soll auch in Zukunft so sein, damit man auch in 20 Jahren noch sagen kann: "Es macht Spaß, in der Gemeinde Sorno zu leben."

Unterversorgt ist der Ort noch immer hinsichtlich des Breitbandanschlusses. In Abstimmung mit den Stadtwerken Finsterwalde ist für die kommenden Jahre Besserung geplant.

Nachdem die ehemalige Gaststätte zum jetzigen Bürgerhaus umgebaut wurde und eine behindertengerechte Toilette erhielt, wird Letztere nun noch im Funktionsgebäude der Feuerwehr vermisst. red/gb

Zum Thema:
428 Einwohner, 163 Haushalte, gelegen im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft.Seit 1993 gehört Sorno zur Sängerstadt Finsterwalde, ist jedoch stolz darauf, ein Dorf geblieben zu sein.Urkundlich erstmals erwähnt wurde Sorno 1346.Der Ortsname bedeutet so viel wie Roggenland (Serno) oder Mühlstein (Sornaw). Der einstige Zusatz Deutsch-Sorno wird damit begründet, dass es in der Nähe von Senftenberg ebenfalls ein Sorno gab, das heute weggebaggert ist.