„Im Gegenteil - im August gibt es bei uns gleich zwei Stadtverordnetensitzungen“ , so gestern Anita Kupsch von der Stadtverwaltung. Und sie erinnert: Neben der regulären Sitzung am 25. August findet bereits am 10. August eine Festsitzung anlässlich des Jubiläums „650 Jahre Stadtrechte“ statt. „Aktuelle Stadtpolitik soll da eher keine Rolle spielen“ , meint Anita Kupsch. Doch so ganz unpolitisch wird es auch hier nicht zugehen: „Vielleicht schaffen wir es, dass die Stadtverordneten noch eine Richtlinie über die Auszeichnung verdienstvoller Bürger beschließen können“ , hofft die Frau aus dem Rathaus - wohl wissend, dass ein solches Vorhaben anderswo bereits für stundenlange hitzige Debatten gesorgt hat.
Volles Programm haben die Stadtverordneten dagegen heute, wenn sie um 19 Uhr im Goßmarer „Waldschlösschen“ zu ihrer Juli-Sitzung zusammenkommen. Immerhin 17 Tagesordnungspunkte hat man sich vorgenommen, darunter den 2003er Jahresabschluss der Wohnungsgesellschaft Doberlug-Kirchhain für die verwalteten Häuser in den Ortsteilen, den Prüfdienst für die Feuerwehr, den man künftig nicht mehr dem Kreis überlassen, sondern ausschreiben möchte.
Vermutlich wird man in der Runde auch auf den Besuch von Wirtschaftsminister Junghanns vorige Woche in der Stadt zurückkommen, wo er „Mut“ von kommunalen Vertretungen verlangte, „Gewerbegebiete abzuschalten“ , wenn - wie im Falle von Sonnewalde - ansiedlungswillige Firmen ausbleiben bzw. zu hohe bürokratische Barrieren vom Denkmalschutz einen Gewerbestandort zu teuer und damit unattraktiv machen. Ortsbürgermeister Axel Große sieht jedenfalls Diskussionsbedarf: „Vielleicht müssen wir uns tatsächlich von den Gehren verabschieden und unseren Gewerbestandort Peterhof weiter entwickeln.“ (-db-)