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| 12:09 Uhr

Besonders bei Waldbränden gefordert
60 Mal mussten die Kameraden zum Einsatz ausrücken

 Frank Schollbach (2.v.l.) erhielt das Leistungsabzeichen nach FwDV3 in der Sonderstufe Gold vom Landesfeuerwehrverband für seine langjährige Tätigkeit als Kreisausbilder Sprechfunk. Überreicht wurde es von Frank Romey, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Elbe-Elster, Ortswehrführer Guido Krause und Christian Passin, Amtswehrführer Elsterland (v.l.n.r.).
Frank Schollbach (2.v.l.) erhielt das Leistungsabzeichen nach FwDV3 in der Sonderstufe Gold vom Landesfeuerwehrverband für seine langjährige Tätigkeit als Kreisausbilder Sprechfunk. Überreicht wurde es von Frank Romey, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Elbe-Elster, Ortswehrführer Guido Krause und Christian Passin, Amtswehrführer Elsterland (v.l.n.r.). FOTO: Frank Reimann
Rückersdorf. Hinter den Rückersdorfer Feuerwehrleuten liegt ein äußerst intensives Jahr. Gut 3000 Stunden waren die Helfer im Einsatz. Von Frank Reimann

Das Jahr 2018 war für alle Feuerwehren von vielen Einsätzen geprägt. Gleich ein Sturmtief im Januar und dann die monatelang anhaltende Trockenheit, da blieb allen Kameradinnen und Kameraden nicht viel von ihrer persönlichen Freizeit. So erging es auch der Rückersdorfer Feuerwehr. Insgesamt 60 Mal wurde sie im vergangenen Jahr alarmiert, so die Bilanz von Ortwehrführer Guido Krause bei der Jahreshauptversammlung am vergangenen Samstag.

Davon waren es allein 24 Brandeinsätze und 27 technische Hilfeleistungen. Der Rest waren Einsatzabbrüche, Fehlalarme und andere Hilfsmaßnahmen. Das waren insgesamt gut 3000 Stunden, die die Kameradinnen und Kameraden für ihre freiwillige Tätigkeit bei der Feuerwehr opferten. Dazu kommen noch die Stunden, welche bei den 42 Aus- und Weiterbildungen auf Amts- und Kreisebene sowie auf überörtlicher Ebene angefallen waren.

Besonders gefordert waren die Einsatzkräfte im vergangenen Jahr bei den großen Waldbränden in Lieberose, Annaburger Heide, Treuenbrietzen und Ranisdorf. Hier machte sich einmal mehr deutlich, welch guten Ausbildungsstand die Rückersdorfer Wehr aufzuweisen hat. Und damit wurde auch ein weiterer Grundstein für ein gutes und erfolgreiches Fortbestehen der Wehr gelegt. Auch in diesem Jahr sind wieder zahlreiche Ausbildungsmaßnahen geplant. Neben diesen zentralen Ausbildungen werden natürlich auch ständig Aus- und Weiterbildungen innerhalb der Wehr durchgeführt. Dies erfolgt seit Jahren in Gemeinschaft mit den Kameradinnen und Kameraden aus Oppelhain.

Aber nicht nur Ausbildungen und Einsätze prägten das vergangene Jahr. Bei vielen Veranstalten in der Gemeinde ist die Feuerwehr aktiv. Hier sind deren hilfreichen Hände bei Absicherungen, Transporten und anderen Dinge immer gern gesehen. Aber auch eine gute Öffentlichkeitsarbeit gehört mit zu den Aufgaben der Wehr. So wurden wieder Führungen für die Kita-Kinder, die Grundschule und Schulkassen des Schullandheims durch das Gerätehaus organisiert. Die Bewirtung der Zamperleute im Februar gehört seit Jahren ebenfalls zur Tradition in der Wehr. Veranstaltungen wie beispielsweise der Naturparklauf in Friedersdorf, der Duathlon in Hennersdorf, der Lampionumzug der Schützengilde werden seit Jahren von der Wehr begleitet und abgesichert. Bei Veranstaltungen anderer Wehren oder Städte und Gemeinde sind Abordnungen aus Rückersdorf stets mit vor Ort.

Der ehrenamtliche Bürgermeister der Gemeinde Lothar Belger ließ es sich nicht nehmen und dankte den Rückersdorfer Kameradinnen und Kameraden für die geleistete Arbeit und ihre Einsatzbereitschaft. Für ihn sei die Feuerwehr eine sehr wichtige Stütze in der Gemeinde. Und wer gute Arbeit leistet soll dafür auch entsprechend belohnt werden. Neben den Beförderungen und Ehrungen für treue Dienste gab es in diesem Jahr weitere hohe Auszeichnungen. Mehr als 20 Kameradinnen und Kameraden erhielten die Leistungsspange „Technische Hilfeleistung“ in Bronze. Diese Auszeichnung wird vom Landesfeuerwehrverband Brandenburg verliehen.

Für sein Engagement und seine Einsatzbereitschaft zum Wohle der Feuerwehr wurde an Guido Krause die Feuerwehr-Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes Elbe-Elster verliehen. Und Frank Schollbach erhielt das Leistungsabzeichen „FwDV3“ in der Sonderstufe Gold. Der Landesfeuerwehrverband ehrt damit die langjährige Tätigkeit von Schollbach als Kreisausbilder Sprechfunk. Diese besonderen Auszeichnungen wurden vom Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Elbe-Elster Frank Romey überreicht.