ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:15 Uhr

Finsterwalde
Mit mehr Kita-Plätzen auf Bedarf reagiert

Knirpse der Kita „Sängerstadt“ mit ihren Erzieherinnen Caroline Schulz, Renate Schnabel und Daniela Ilsitz (v.l.) .
Knirpse der Kita „Sängerstadt“ mit ihren Erzieherinnen Caroline Schulz, Renate Schnabel und Daniela Ilsitz (v.l.) . FOTO: LR / Gabi Böttcher
Finsterwalde. Die Sängerstadt freut sich über steigende Geburtenzahlen und kann sagen: An Angeboten der Kinderbetreuung mangelt es nicht. Ein nennenswerter Ansturm wegen des jetzt beitragsfreien letzten Kita-Jahres wird nicht erwartet. Von Gabi Böttcher

Bei der Heimkehrerinitiative „Comeback Elbe-Elster“ kann man es bestätigen: Für rückkehrwillige junge Leute steht die Frage nach einem Kita-Platz ganz oben auf der Checkliste. Anke Robert von der Willkommensagentur  weiß von einem jüngsten Fall,  bei dem eine Familie zwei Plätze in einer Kita benötigte, um die Geschwister in einer  Einrichtung zu wissen. Dies sei dann zwar nicht in der Wunsch-Kita der Familie, aber in einer anderen gelungen. Einen wichtigen Hinweis gebe man allen bei der Agentur Nachfragenden mit auf den Weg: Ein  Antrag kann erst gestellt werden, wenn die Familie in Finsterwalde gemeldet  ist. Man verweise an die Stadt als zentralem Ansprechpartner in dieser Frage.

In der Sängerstadt sind die vier städtischen Kitas laut Stadtverwaltung derzeit zu 95 Prozent ausgelastet, heißt es aus dem Rathaus. 369 Kinder im Alter von 0 Jahren  bis zum Schuleintritt werden gegenwärtig in Kindertagesstätten in städtischer Trägerschaft betreut.

  Der Anstieg der Geburtenzahlen  –  2015 waren es 129, 2016 bereits  137 und im vorigen   Jahr  139 Geburten – bestärke die weiter hohe Nachfrage und  Auslastung. Wartelisten, so Stadtsprecherin Paula Vogel, gebe es jedoch nicht. Es warte  niemand auf ein Betreuungsangebot. Lediglich, wenn auf eine Wunschkita bestanden werde, könne es zu Wartezeiten kommen.

 „Alle Eltern erhalten gemäß ihres Rechtsanspruchs ein Betreuungsangebot“, so Paula Vogel. Um dem gestiegenen  Bedarf zu entsprechen, hat die Stadt Finsterwalde  mit der Außenstelle der Kita „Sängerstadt“ am Langen Damm zusätzliche 50 Plätze geschaffen. Leiterin Corinna Stephan zeigt die großzügigen Räume. Besonders stolz ist sie auf den Raum, in dem das Bewegungskonzept der deutschen Pädagogin Elfriede Hengstenberg mit Leben erfüllt wird. Von den Kindern selbst zusammensetzbare und kombinierbare Geräte und Verbindungselemente ermöglichen es den Knirpsen, ihre eigene Bewegungslandschaft zu kreieren und darauf die Beweglichkeit ihres Körpers auszuprobieren. Gern möchte man dieses, derzeit in der Erprobung befindliche Angebot zum festen Bestandteil in der Kita machen. Und selbstverständlich werde der Name  der Kita – „Sängerstadt“ – in einer „klingenden Kita“ mit Leben erfüllt. „Singen mit Daniel“ sei so zum Beispiel sehr beliebt bei den Kindern. Stolz ist Corinna Stephan darauf, in ihrer Kita, die auch eine Integrationskita ist, zwei zusätzliche Fachkräfte für die Sprache zu haben. Als 2013 der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz eingeführt worden sei, habe es einen ordentlichen Zulauf gegeben, erinnert sich Corinna Stephan.

Wegen des in Brandenburg seit dem 1. August geltenden,  für die Eltern beitragsfreien letzten Kita-Jahres vor der Schule rechnet  man im Rathaus indes mit keinem großen Run. Der Versorgungsgrad sei bereits so hoch, dass  nicht mit einem nennenswerten Anstieg der Nachfrage  gerechnet werde.  In den vier städtischen Kitas sind die Eltern von 70 Kindern Nutznießer des kostenlosen letzten Kita-Jahres, informiert Paula Vogel.  Mit den als Ersatz für die Elternbeiträge vom Land Brandenburg  zu erwartenden 125 Euro je Kind und Monat könne auszukommen sein. Die Umsetzung des Verfahrens zur Erstattung  zwischen dem Land und dem örtlichen Träger der Jugendhilfe – hier dem Landkreis Elbe- Elster – befinde sich momentan in der Endabstimmung. Die Beitragsfreiheit wird von den Kita-Trägern, selbstverständlich auch von der Stadt Finsterwalde, seit dem  1. August bereits umgesetzt.

  Das Angebot der Kindertagesbetreuung gestalten in der Sängerstadt neben   den vier städtischen Kitas mit den Namen „Knirpse“, „Sängerstadt“, „Nehesdorf“ und „Sonnenschein“ das katholische Kinderhaus „St. Raphael“, die evangelische Kita „Regenbogen“, die Kitas des BiK e.V.     „Entdeckerland“ und „Schatzinsel“    sowie  die Tagesmutti-Einrichtungen „Storchennest“, „Sternchenparadies“, „Mäxchen“ und „Kullerkekse“.