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22. Töpfermarkt in Crinitz
Töpfer aus zwölf Bundesländern

Crinitz vor dem 22. Töpfermarkt: Detlef Voigt, Vorsitzender des Heimatvereins,  mit seinen Mitstreitern im Vorstand Reinhard Kranz (l.), Margitta Schulze und Erika Pauer (von links) haben jede Menge Details zu besprechen.  In der Heimatstube trafen sie sich am Dienstagvormittag.
Crinitz vor dem 22. Töpfermarkt: Detlef Voigt, Vorsitzender des Heimatvereins,  mit seinen Mitstreitern im Vorstand Reinhard Kranz (l.), Margitta Schulze und Erika Pauer (von links) haben jede Menge Details zu besprechen.  In der Heimatstube trafen sie sich am Dienstagvormittag. FOTO: Gabi Böttcher / LR
Crinitz. Für den 22. Töpfermarkt am 7. und 8. April in Crinitz sind 112 Anbieter ausgewählt worden. Darunter befinden sich 90 Töpfer, die dem Markt den unverwechselbaren Stempel aufdrücken. Von Gabi Böttcher

Es ist der Höhepunkt im Leben des Dorfes – der alljährlich stattfindende Töpfermarkt. Und weil für die Görzker im Fläming das Osterwochenende gesetzt ist, sind die Crinitzer in diesem Jahr am darauffolgenden Wochenende  die zweiten in Brandenburg, die zum Saisonauftakt einladen. Mit dessen Vorbereitung ist der Vorstand des Heimatvereins mit seinen Partnern ungezählte Stunden im ganzen Jahr beschäftigt.

Wieder haben sich mehr Interessenten beworben, als auf der begrenzten Marktfläche Platz finden. Und wer nicht wie Rheinsberg mit seinem Schloss oder Potsdam mit dem Holländerviertel weitere Attraktionen mit dem Markt verknüpfen kann, muss auf andere Weise punkten. Detlef Voigt, der Vorsitzende des Heimatvereins, bei dem die Regiefäden für den Markt zusammenlaufen: „ Es ist wohl die familiäre Atmosphäre, die Anbieter und Gäste in Crinitz besonders schätzen.“  Mit den vom Gemischten Chor und dem Heimatverein in der Turnhalle aufgefahrenen Kuchenständen  verfüge man über so etwas wie ein Alleinstellungsmerkmal. „An beiden Ständen zusammengenommen gehen da je Tag um die 2400 Stück Kuchen über den Tisch“, erzählt der Vereinsvorsitzende. Erstmals wird in diesem Jahr von der Straußenfarm Langenwetzendorf in Thüringen Kulinarisches angeboten werden.

Als Extra für Gäste aus Richtung Finsterwalde lockt eine Anreise mit der Niederlausitzer Museumseisenbahn, die an den Markttagen stündlich verkehrt. Musikalische  Unterhaltung gibt es am Samstag mit dem Drehorgelspieler Ullrich Teichert aus Weißwasser und am Sonntag mit dem Springstein-Trio aus Großräschen. Ein Rummel und das Angebot für Kinder, es mit dem Töpfern zu versuchen, ergänzen das Programm. Zum 31. Mal starten Groß und Klein beim Töpferlauf.

Im Zentrum stehen am 7. und 8. April jedoch selbstverständlich wieder die Töpfer. Sie kommen aus zwölf Bundesländern sowie aus Belgien, Polen, Tschechien und Litauen. „Leider musste ein Töpfer aus Spanien wegen Terminüberschneidungen absagen. Aber mit ihm bleiben wir in Kontakt“, so Detlef Voigt. Und damit es von Jahr zu Jahr auch immer etwas Neues gebe, würden neben einem Stamm von Töpfern auch immer wieder neue dabei sein. So würden in diesem Jahr 18 Stände anders besetzt sein als 2017. Die  Töpfer aus der Gastgebergemeinde haben dabei selbstverständlich ihren Stammplatz. Mit von der Partie sind die Töpfereien Baumgartner, Falkenhan, Franke, Matthias, Schulze und Tunsch.  Vorbereitet wird eine große Schautafel, an der teilnehmende Töpfereien mit Visitenkarten im A3-Format vorgestellt werden.

Einen Wunsch haben die Vorstandsmitglieder des Heimatvereins für den bevorstehenden Höhepunkt noch. Die Ortseingangsschilder sollten künftig neben dem Schriftzug Crinitz den offiziellen Beinamen Töpfergemeinde tragen. Schatzmeister Reinhard Kranz: „Der Heimatverein würde 50 Prozent der Kosten für die acht Schilder übernehmen. Das sind 2400 Euro.“ Vielleicht könnte eines ja symbolisch noch vor dem Marktwochenende aufgestellt werden.

Töpfer Marko Falkenhan gehört zu den Lokalmatadoren und steckt mitten in den Vorbereitungen für den Markt. Diese Gefäße im Rohzustand gehen nach einer letzten Kontrolle für 48 Stunden in den Ofen und werden zwischen zehn und zwölf Stunden bei 1200 Grad gebrannt
Töpfer Marko Falkenhan gehört zu den Lokalmatadoren und steckt mitten in den Vorbereitungen für den Markt. Diese Gefäße im Rohzustand gehen nach einer letzten Kontrolle für 48 Stunden in den Ofen und werden zwischen zehn und zwölf Stunden bei 1200 Grad gebrannt FOTO: Gabi Böttcher / LR