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| 02:37 Uhr

2017 wird Jahr der Entscheidungen

Viele Vertreter aus Politik und Gesellschaft waren zu Gast beim Neujahrsempfang in Doberlug-Kirchhain.
Viele Vertreter aus Politik und Gesellschaft waren zu Gast beim Neujahrsempfang in Doberlug-Kirchhain. FOTO: Heike Lehmann
Doberlug-Kirchhain. Nachdem das Jahr 2016 als "eher unspektakulär" verlief, ist 2017 für Doberlug-Kirchhain "ein Jahr der Entscheidungen". Das wurde am Freitag beim gemeinsamen Neujahrsempfang der Stadt und der HIL GmbH Werk Doberlug-Kirchhain deutlich. Heike Lehmann

Nach etlichen Jahren gab es beim ersten gesellschaftlichen Höhepunkt des Jahres wieder eine besondere Auszeichnung. Dieter Heyde aus dem Ortsteil Trebbus wurde als "verdienstvoller Bürger", zweithöchste Ehrung der Kloster- und Gerberstadt, ausgezeichnet.

Dieter Heyde ist stellvertretender Ortsvorsteher und seit vielen Jahren im Ortsbeirat aktiv. Seit 2003 sitzt er für die LUN im Kreistag Elbe-Elster. Laudator Frank Neczkiewicz von der städtischen Fraktion WBU-LUN betonte, dass Dieter Heyde Mitglied im Posaunenchor ist und als Vorsitzender vom Ländlichen Reit- und Fahrverein Werenzhain die Stadt mit dem jährlichen Reitturnier, 2016 beteiligten sich 200 Reiter, bekannt gemacht habe.

Als Vorstandsvorsitzender der Agrargenossenschaft Werenzhain sorge er mit dafür, "dass die Dörfer nicht veröden". Bürgermeister Bodo Broszinski (FDP) überreichte Dieter Heyde die Auszeichnung im Namen der Stadtverordneten. Dann durfte sich Dieter Heyde ins Ehrenbuch der Stadt eintragen.

Viele Vertreter aus Politik und Gesellschaft hatten sich am Freitag im Refektorium am Schloss Doberlug eingefunden. Darunter die Landtagsabgeordneten Barbara Hackenschmidt (SPD) und Rainer Genilke (CDU), Bürgermeister und Amtsdirektoren, eine Delegation aus der polnischen Partnerstadt Kcynia unter Leitung von Bürgermeister Marek Szaruga, Handwerker und Vereinsvertreter aus der Doppelstadt. Auch Doberlug-Kirchhains einziger Ehrenbürger, Pfarrer i.R. Rainer Schröder, und der Bevollmächtigte der Deutschen Gesellschaft Dr. Apelt waren gekommen.

Fünf Jahre in Folge könne die Stadt einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen - "Fluch und Segen zugleich", so das Stadtoberhaupt. Denn man werde damit als Kommune auch ausgegrenzt, wenn es um höhere Zuwendungen gehe. Broszinski umriss das Jahr in Zahlen: 155 600 Euro sind in die Kitas geflossen, 110 000 Euro in die Berg-Grundschule, etwa 200 000 Euro in den Brandschutz, sowie etwa 900 000 Euro in die beiden Stadtsanierungsgebiete Doberlug und Kirchhain. Groß ist der Ärger über eine erneute Kostensteigerung für den Bau der Brücke Frankena/Schönewalde über die Bahnlinie Berlin-Dresden um weitere 250 000 Euro. "Dabei hat der Bau noch nicht einmal begonnen", so Broszinski.

Doberlug-Kirchhain beteiligt sich mit mehreren Ausstellungen am Reformationsjahr 2017, wird das Stadtentwicklungskonzept fortschreiben, mehrere Straßen ausbauen und Straßenbeleuchtungen erneuern. Im Naherholungskleinod Bad Erna wird mit finanzieller Unterstützung von der Sparkasse Elbe-Elster ein Piratenspielplatz gebaut.

HIL-Werkleiter Peter Beuckmann umriss die derzeit schwierige Situation für das Werk an der Schönborner Straße. 2016 sei man so erfolgreich wie nie gewesen, habe aus Afghanistan zurückgeführtes Gerät vorfristig repariert. Aber: Das Werk - seit 25 Jahren von der Bundeswehr betrieben - werde künftig von einem privaten Betreiber fortgeführt. Diese Entscheidung vom Bundesministerium für Verteidigung sei verknüpft mit der Zielstellung "Standort und Arbeitsplätze zu erhalten, die Kooperation mit der Ausbildungswerkstatt fortzuführen und das Werk zukunftssicher aufzustellen", so Beuckmann. Dennoch bleiben Fragen offen. "Daran wird intensiv gearbeitet", so Beuckmann. Bei bevorstehenden Wahlen - in Doberlug-Kirchhain und weiteren Städten in Elbe-Elster stehen Bürgermeisterwahlen an - wünschte Beuckmann "einen kühlen Kopf und ein glückliches Händchen".