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16-mal Suche nach Vermissten

Rettungsstaffel bei einer Übung im HIL Werk Doberlug-Kirchhain.
Rettungsstaffel bei einer Übung im HIL Werk Doberlug-Kirchhain. FOTO: Heike Lehmann
Massen. Zur DRK-Rettungshundestaffel Finsterwalde mit 25 Mitgliedern und 18 Hunden in Ausbildung gehören aktuell acht geprüfte Flächenhunde und seit einem knappen Jahr ein geprüftes Mantrailing-Team. Seit acht Jahren steht für die ehrenamtlichen Retter an erster Stelle die Suche nach vermissten Personen, die sich in Lebensgefahr befinden. Heike Lehmann

"Wir wurden 2016 16-mal zu Sucheinsätzen hinzugezogen und arbeiten dabei eng mit der Polizei und der Feuerwehr zusammen", sagt Staffelleiter André Wagner. Gefunden wurde in den Abendstunden des 19. September beispielsweise ein älterer Herr in Finsterwalde, der dringend auf Medikamente angewiesen war. "Er konnte gerade noch rechtzeitig dem Rettungsdienst übergeben werden. Dieses Gefühl kann man nicht beschreiben", so Wagner. An einer großen Suchaktion nach zwei vermissten Kindern in Schönborn war die Rettungshundestaffel beteiligt.

100 Ausbildungstage inklusive Weiterbildungen - immer mittwochs und samstags ist Training - und ein Ausbildungs-Wochenende mit anderen Staffeln in Brandenburg wurden absolviert. Bei zwei Einsatzübungen stellten die Teams ihr Können unter Beweis. Jährlich finden im Frühjahr und Herbst Prüfungen für Rettungshunde statt. Im Herbst waren die Finsterwalder Ausrichter. Zwei neue Mitglieder für die Bereitschaft konnten gewonnen werden. Vorführungen in Pflegeheimen in Finsterwalde, Doberlug-Kirchhain und Herzberg sowie in Kindereinrichtungen und der Einsatz als Sanitäter bei verschiedenen Absicherungen gehören zum Alltag. 19-mal traten die Teams bei Veranstaltungen auf. Ins Leben gerufen wurde das Projekt Patenschaft für einen Rettungshund, welches auf großes Interesse stößt. Die Staffel hat 22 Paten.

André Wagner ist seit acht Jahren der Bereitschaftsleiter und wurde jetzt im Amt bestätigt. Neuer Stellvertreter ist Heiko Neumann. "Auch 2017 wird für die Bereitschaft wieder ein sehr aktives Jahr werden", sagt Wagner. Die erste Alarmierung ließ nicht lange auf sich warten. Noch am Abend der Jahreshauptversammlung war die Hilfe der Rettungshunde schon wieder gefragt.