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11 000 Euro für soziale Projekte

Gut besucht ist der Neujahrsempfang vom Lions Club Finsterwalde Sängerstadt im Pavillon der Sparkasse Elbe-Elster.
Gut besucht ist der Neujahrsempfang vom Lions Club Finsterwalde Sängerstadt im Pavillon der Sparkasse Elbe-Elster. FOTO: Heike Lehmann
Finsterwalde. Auf Reformationskurs hat sich am Donnerstag der Lions Club Finsterwalde-Sängerstadt beim traditionellen Neujahrsempfang im Pavillon der Sparkasse Elbe-Elster begeben. Die geschichtlichen Fakten zur Region lieferte Dr. Rainer Ernst, Leiter vom Museumsverbund Elbe-Elster. Heike Lehmann

Mit mehreren Aktivitäten haben die Finsterwalder Lions 2016 auf sich aufmerksam gemacht. Daran erinnerte Präsident Michael Frey gestern. Ob das Weihnachtsessen für Bedürftige in der Gaststätte Alt-Nauendorf, die Unterstützung der Wolfgang-Schüler-Stiftung oder der Cottbuser Elterninitiative krebskranker Kinder und der Lebenshilfe Finsterwalde - immer zählt für die Lions der soziale Gedanke, getreu ihrem Motto "We serve" (Wir helfen). "Insgesamt sind im vergangenen Jahr 11 000 Euro in verschiedene Projekte geflossen. Das Geld kam durch eigene Aktivitäten wie den Kölsch-Verkauf zum Sängerfest oder durch Sponsoren zusammen", sagte Frey.

Gebietsleiterin Barbara Oberüber verwies auf das 100-jährige Bestehen der Lions-Bewegung, das 2017 weltweit mehr als 4600 Clubs mit mehr als 1,5 Millionen Menschen begehen.

Mit dem Vortrag "Glaube und Macht - die Reformation in unserer Heimatregion" stimmte Dr. Rainer Ernst auf ein spannendes Jahr ein. Geschichtliche Zusammenhänge, regionale Bezüge und Anknüpfungspunkte bekamen die Gäste so aus berufenem Munde. Vieles konnte er nur anreißen, machte damit neugierig auf die bevorstehenden Ausstellungen in den vier Museen des Landkreises und auf die neue Ausgabe vom "Speicher", der Jahresschrift vom Sänger- und Kaufmannsmuseum. "Wir sind das Kernland der Reformation", ließ Rainer Ernst keinen Zweifel an der Bedeutung des 500. Jubiläums vom Thesenanschlag Luthers für das einstige Kurfürstentum Sachsen, das Herzogtum Sachsen und die Niederlausitz. "Uns sind viele wunderbare Kirchen aus dieser Zeit erhalten geblieben.

Pfarrer Schilling hat die Finsterwalder Kirche bis 1592 nach dem Vorbild der Schlosskirche Torgau zur Reformationskirche umbauen lassen", erklärt Ernst. Heinrich der Fromme machte 1539 für Finsterwalde, Mühlberg, Senftenberg und andere Städte den Weg frei für die Reformation. In Sonnewalde sind die Herren von Minckwitz gar schon 1523 dem Lutherischen gefolgt.

Wie sich Luthers Thesen von 1517 auf das Kloster Doberlug auswirkten, sei "ganz spannend" und werde in diesem Jahr im Museum Schloss Doberlug erzählt.