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| 14:45 Uhr

Ermittlung zu Missbrauch in Groß-Schacksdorf
Tatverdächtiger Stiefvater weiter in U-Haft

Cottbus. Sechs Monate lang war eine 13-Jährige aus Groß-Schacksdorf verschwunden. Im April wurde sie in der Wohnung ihres Stiefvaters entdeckt. Die Ermittlungen gegen ihn und die Kindesmutter wegen sexuellen Missbrauch des Mädchens dauern weiter an.

Die Staatsanwaltschaft Cottbus wartet im Rahmen des Ermittlungsverfahrens gegen ein Paar aus Groß-Schacksdorf noch auf Ergebnisse der Auswertung von Datenträgern und psychiatrische Gutachten der beiden. Das teilte Oberstaatsanwalt Horst Nothbaum auf Nachfrage mit. Die 52-jährige und ihr 46-jähriger Lebensgefährte stehen im dringenden Tatverdacht, die ältere der beiden Töchter der Frau ein halbes Jahr lang versteckt und sexuell missbraucht zu haben.

Die Mutter des Mädchens ist nach kurzer Untersuchungshaft seit April wieder auf freiem Fuß. Sie soll bei der Staatsanwaltschaft Cottbus zu den Vorwürfen ausgesagt haben. Ihr Lebensgefährte Norman B. sitzt noch immer in Haft. Einen im April gestellten Antrag auf Haftprüfung hatte er wieder zurückgezogen.

Der Fall hatte für großes Aufsehen in der Region gesorgt, weil über Monate ein Lebenszeichen des Kindes fehlte. Die Polizei hatte mit einem Zeugenaufruf und Fahndungsplakaten nach dem Mädchen gesucht. Es lebte zum Zeitpunkt seines Verschwindens zusammen mit einer Schwester in einem Kinderheim in Cottbus, hatte jedoch mit der Mutter und dem Lebensgefährten an den Wochenenden Kontakt.

Die Polizei hatte schon nach einiger Zeit offenbar einen Verdacht, dass sich das Kind in Groß-Schacksdorf aufhalten könnte. Mehrere Durchsuchungen in der Wohnung der Mutter blieben jedoch zunächst ergebnislos. Im März konnten Beamte das Mädchen dann in der im selben Haus gelegenen Wohnung des Lebensgefährten entdecken. Beide Kinder befinden sich wieder in der Obhut des Jugendamtes.