Es ist Sonntag kurz nach Mitternacht. Die Feuerwehr Martinskirchen wird zum Einsatz gerufen. Am Wirtschaftsweg kurz vor dem Ort steht Waldboden in Flammen. Erneut direkt neben dem Weg. Die Ausdehnung ist überschaubar. Später werden Kameraden aus Brottewitz dazu gerufen, um das Umfeld gut zu wässern.
Freilich, sofort wird spekuliert: Hat wieder der Feuerteufel zugeschlagen, der seit Jahresbeginn immer wieder Kleinbrände meist direkt neben Waldwegen liegt? Oder hat ein nächtlicher Partygänger achtlos eine Kippe weggeworfen?
In 13 ähnlich gelagerter Fälle auf dem Territorium der Verbandsgemeinde Liebenwerda ermittelt die Polizei. Inzwischen lässt sich das Brandgeschehen nicht mehr auf ein Gebiet eingrenzen. In ähnlicher Art hat es bei Saxdorf, Dobra, Theisa und nun auch bei Martinskirchen gebrannt.

Wenig später Einsatz bei Wiederau

Um 8.49 Uhr müssen wieder Kameraden in den Einsatz. Diesmal bei Wiederau. Gemeldet wird ein Waldbrand groß. Die Feuerwehren aus Wahrenbrück, Langennaundorf, Uebigau, Wiederau, Drasdo und Bahnsdorf rücken aus. Zum Glück, auch bei Wiederau ist der Brandherd noch klein. Die Cottbuser Leitstelle spricht später von einer etwa 45 Quadratmeter großen Waldbodenfläche, die in Flammen stand. Ursache dort? Achselzucken.
Die Polizei hat eine Ermittlungsgruppe gebildet und bleibt am Ende doch vor allem auf eins angewiesen: auf Kommissar Zufall und die Mithilfe der Bevölkerung. Denn 47 Ortsteile auf 445 Quadratkilometern sind schlichtweg nicht dauerhaft zu bestreifen. Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.